Wirtschaft : Milliarden für den Chip-Standort Dresden

Der Standort Dresden gehört zu den modernsten Chip-Produzenten der Welt.Der US-Halbleiterkonzern Advanced Micro Devices Inc.(AMD) aus Sunnyvale in Kalifornien baut derzeit in der sächsischen Landeshauptstadt eine Fabrik für die Produktion von Mikroprozessoren.Die Fertigung in dem Werk an der Elbe soll 1999 starten.Der erste Spatenstich erfolgte im Oktober 1996.In der Endausbaustufe sollen in der Produktion 1400 Beschäftigte arbeiten und weitere 200 Ingenieure in einem angeschlossenen Design-Zentrum.Zahlreiche Mitarbeiter hat AMD bereits eingestellt und unter anderem in den USA geschult.Neben AMD betreibt Siemens eine Chipfertigung in Dresden.

Gemeinsam mit Motorola investiert der Elektrokonzern ferner 1,5 Mrd.DM in ein gemeinsames Pilotprojekt in dem Werk.Es ist das größte Mikroelektronik-Projekt in Europa.Der Bund steuert 187 Mill.DM an Subventionen bis zum Jahr 2001 bei.Der Freistaat Sachsen beteiligt sich mit 120 Mill.DM.Im Dresdner Siemenswerk sollen dadurch 450 neue Arbeitsplätze entstehen.Siemens will mit Motorola weltweit neue Mäßstäbe in der Chip-Produktion setzten.Dabei geht es um Siliziumscheiben mit einem Durchmesser von 300 Millimetern.Das würde die Produktionkosten um mehr als 30 Prozent senken.

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