Wirtschaft : Milliardenerlös für Deutsche Bank

FRANFURT (MAIN) (rtr).Die Deutsche Bank hat ihre Kapitalerhöhung im Volumen von insgesamt mehr als drei Mrd.Euro abgeschlossen.Der Preis für die bis zu 20 Mill.neuen Stückaktien ohne Bezugsrecht betrage 50 Euro, teilte das Institut am Dienstag mit.Der Bank fließen den Angaben zufolge damit zunächst rund 866 Mill.Euro zu.Im Falle der Ausübung der Mehrzuteilungsoption von 2,5 Mill.Aktien erhöhe sich der Betrag um rund 124 Mill.Euro.Deutsche Privatanleger, die bis zum 16.April gezeichnet hatten, bekommen bei Kaufanträgen von bis zu 1000 Stück zudem einen Preisnachlaß von einem Euro gewährt, hieß es.Ihr Zuteilungspreis beträgt also 49 Euro.

Die Deutsche Bank will mit der Kapitalerhöhung hauptsächlich die Übernahme der US-Investmentbank Bankers Trust finanzieren und ihre Kapitalbasis stärken.

Auch die Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht, die Ende voriger Woche abgeschlossen wurde, sei erfolgreich verlaufen, teilte die Bank mit.Es wurden 59,5 Mill.neue Stückaktien zum Kurs von 38 Euro bezogen.Der Bank seien aus dieser Tranche 2,26 Mrd.Euro zugeflossen.Damit belaufe sich der gesamte Emissionserlös aus beiden Tranchen der Kapitalerhöhung ohne die Mehrzuteilungsoption auf rund 3,13 Mrd.Euro.

Zugleich kündigte das Institut auch die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft unter dem Namen European Transaction Bank AG (ETB) an.In ihr sollen die Serviceleistungen im Wertpapier- und Zahlungsverkehr gebündelt werden.Zuvor müsse aber noch die Hauptversammlung der Gründung zustimmen.

Ziel sei es, die Deutsche Bank zum führenden europäischen Dienstleister für Wertpapier- und Zahlungsverkehrabwicklung zu machen.Die ETB werde ihre Leistungen zunächst den Unternehmensbereichen der Deutschen Bank und den Tochtergesellschaften anbieten.Schon zum Ende des dritten Quartals könnte der Service externen Kunden angeboten werden, sagte Hermann-Josef Lamberti, im Konzern verantwortlich für den Bereich Global Technologies und Transaction Services."In der ETB bündeln wir unser Know-how und bringen bislang erbrachte klassische Back-office-Tätigkeiten an den Markt", betonte er.Der Service umfasse vor allem die Abwicklung von Effektengeschäften ohne Handel, die Verwaltung von Wertpapieren sowie die Zahlungsverkehrabwicklung.Die Bank werde weder als Kontrahent noch bei den Endkunden in Erscheinung treten.Die ETB soll zum 1.Juli starten und werde rund 3000 Mitarbeiter beschäftigen.

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