Wirtschaft : Milliardenschwer

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14. November 2002: Nach Ron Sommer wird der 41 Jahre alte Kai-Uwe Ricke neuer Telekom-Chef. Noch am selben Tag schreibt der Konzern Mobilfunktöchter und zu teuer gekaufte UMTS-Lizenzen ab. Wegen des Rekordverlusts von 21 Milliarden Euro im dritten Quartal wird die Dividende gestrichen.

28. Januar 2003: Die restlichen Kabelnetze werden für rund zwei Milliarden Euro an ein Finanzkonsortium verkauft.

10. März: Die Telekom meldet mit 25 Milliarden Euro den bis dato höchsten Jahresverlust in der europäischen Wirtschaftsgeschichte.

30. Oktober: Die Telekom zieht sich aus dem Mobilfunkgeschäft in Asien zurück. 400 Millionen Euro fließen in den Schuldenabbau.

10. März 2004: Der Konzern meldet für 2003 einen Gewinn von 1,3 Milliarden Euro; die Schulden sinken auf 47 Milliarden Euro.

25. Mai: Ricke kauft Handynetze in Nordamerika für zwei Milliarden Euro.

20. Januar 2005: Ein Milliarden-Sparprogramm soll das stagnierende Mobilfunkgeschäft wieder fit machen.

3. März: Nach einem Gewinn von 4,6 Milliarden Euro in 2004 bekommen die Aktionäre nach zwei Nullrunden wieder eine Dividende.

10. August: Der Konzern kauft für 1,3 Milliarden Euro den viertgrößten österreichischen Mobilfunker Telering.

2. November: Weitere 32 000 Beschäftigte sollen den Konzern verlassen.

24. April 2006: Mit Blackstone wird eine „Heuschrecke“ Großaktionär.

31. August: Nachdem alleine im ersten Halbjahr eine Million Kunden abgewandert sind, geht der Ex-Monopolist mit Pauschaltarifen in die Offensive.

6. Oktober: Kauf von Mobilfunklizenzen in den USA für 3,3 Milliarden Euro.

9. November: Die Bonner verlieren im Heimatmarkt weiter Boden. Ricke kündigt ein neues Sparprogramm an. AFP

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