Wirtschaft : Mindestens 400 Millionen Euro für die Norisbank

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(rtr). Die HypoVereinsbank (HVB) will für ihre zum Verkauf stehende Nürnberger Filialtochter Norisbank nach Angaben aus Bankenkreisen mindestens etwa 400 Millionen Euro erlösen. „Für 300 Millionen oder auch etwas mehr kommt ein Verkauf nicht in Frage – das steht fest“, sagte ein mit der Transaktion vertrauter Banker. Ein Sprecher der HVB lehnte einen Kommentar dazu ab. Gebote für die auf Konsumentenkredite spezialisierte Norisbank können noch bis Freitag abgeben werden. In einem Zeitungsbericht hieß es, Kauf- Interessenten hätten der HVB nur eine Summe von gut 300 Millionen Euro signalisiert.

Die Norisbank mit ihren gut 100 Filialen und rund 500000 Kunden steht zum Verkauf, da das profitable Nürnberger Institut nicht mehr in die auf das gehobene Privatkundengeschäft und den Mittelstand ausgerichtete HVB-Strategie passt. Die HVB, Deutschlands zweitgrößte Bank, muss ihre angegriffene Kapitalbasis schnell stärken, um ihre Refinanzierungskosten zu drücken und wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. Dazu will die Hypo-Vereinsbank im Zuge einer Kapitalerhöhung bei der Bank Austria rund ein Viertel der österreichischen Tochter Ende Juni an die Börse bringen. Außerdem könnte sich die HVB von der Hamburger Vereins- und Westbank trennen – die Hamburger Sparkasse prüft bereits die Akquisition mit einem derzeitigen Marktwert von rund 750 Millionen Euro.

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