Wirtschaft : Mindestens 60 000 Neuheiten - High-Tech liegt weiter voll im Trend

Die größte Spielzeugschau der Welt, die Nürnberger Spielwarenmesse, bleibt auf Erfolgskurs. Knapp 2800 Aussteller aus 52 Ländern werden vom 3. Februar an das Neueste aus der Branche zeigen, wie Gerd Bise, Vorstandsvorsitzender der Spielwarenmesse eG, am Donnerstag in Nürnberg sagte. Mehr als die Hälfte der Anbieter stammen den Angaben zufolge inzwischen aus dem Ausland. Mindestens 60 000 Neuheiten werden erwartet, dabei liegt High Tech weiter voll im Trend. Die Messe rechnet wie auch im Vorjahr mit rund 50 000 Besuchern.

"Die Zukunft gehört dem Spielzeug mit Technologie", sagte Otto Umbach vom Fachhandels-Verbund idee + spiel. Zum Beispiel Puppen, die miteinander sprechen und singen, Modelleisenbahnen, die sich per Joystick steuern lassen, oder das Kinderhandy. Der Spielwarenmarkt sei extrem dynamisch, so Umbach. Es gebe kaum ein Spielzeug, das länger als eine Saison überlebe.

Ein weiterer Branchen-Trend sind Lizenzen: Immer mehr Hersteller lehnen sich an Figuren aus Kino-Filmen und TV-Serien an. Was die Kleinen im Kinderkanal sehen, kommt auch auf den Wunschzettel, etwa Jim Knopf oder die Teletubbies. Aber auch Basteln steht weiter hoch im Kurs. Die gute alte Fenstermalfarbe schlägt derzeit alle Rekorde. Mit rund 18 Prozent am Gesamtumsatz waren Videospiele im vergangenen Jahr die sträkste Gruppe der Spielwarenbranche. Allerdings seien die Umsätze leicht rückläufig. "Das liegt daran, dass es in der Hardware keine bedeutende Innovation gab. Der Umsatz mit den Spielen boomt", sagte Geschäftsführer des Deutschen Verbandes der Spielwaren-Industrie, Volker Schmid. Bei der Hardware müsse alle zwei Jahre eine Innovation her, damit der Absatz laufe. Da diese Neuentwicklungen immer teuerer würden, stoße die Entwicklung an ihre Grenzen, das Wachstum flache sich ab. Erstmals ist im vergangenen Jahr ein Trend aus einem Videospiel entstanden, von dem auch die restliche Spiele-Branche profitiert: Die Geschichte um das kleine Monster "Pokemon" hat neben dem Kino und Fernsehen auch den klassischen Spielemarkt erobert und gilt als Nachfolger von "Tamagotchi" und dem sprechenden Plüschtier "Furby". Spielkarten mit "Pokemon", die im September auf den Markt kamen, seien bis Weihnachten schon 400 000 Mal verkauft worden. "Das ist mehr als der Absatzrenner "Spiel des Jahres" normalerweise schafft", berichtete Schmid.

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