Mindestlohn : Keine 8,50 Euro für Langzeitarbeitslose

Kompromiss beim Mindestlohn: Für Langzeitarbeitslose soll der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 nicht gelten.

Mindestlohn für alle. Thorsten Schmidt vom DGB hält eine Schablone mit dem Schriftzug 8,50 Euro hoch. Der DGB wirbt mit mit dieser Aktion für einen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro.
Mindestlohn für alle. Thorsten Schmidt vom DGB hält eine Schablone mit dem Schriftzug 8,50 Euro hoch. Der DGB wirbt mit mit dieser...Foto: dpa

Der ab 2015 geplante gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro soll nicht für die derzeit etwa eine Million Langzeitarbeitslosen gelten. Auf diesen Kompromiss habe sich Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) mit den anderen Ministerien verständigt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus Unions-Kreisen.

Arbeitgeber dürfen demnach generell Langzeitarbeitslosen nach der Aufnahme einer neuen Beschäftigung sechs Monate weniger zahlen als der gesetzliche Mindestlohn vorgibt. Mit diesem Zugeständnis ging Nahles auf Kritiker in der Union und in der Wirtschaft zu. Ursprünglich wollte sie nur Langzeitarbeitslose vom Mindestlohn ausklammern, wenn deren Arbeitgeber Lohnzuschüsse erhalten. Das waren in den vergangenen Jahren weniger als 20.000 Langzeitarbeitslose.

Mit der Verständigung in der Bundesregierung ist nach Angaben aus der Koalition der Weg frei für die am Mittwoch geplante Zustimmung des Kabinetts zum Gesetzentwurf von Nahles. Reuters

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