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Mindestpreise beim Import von Solarmodulen : China und die EU legen Streit um Strafzölle bei

Die EU wehrt sich mit Strafzöllen erbittert gegen die billigeren Solarimporte aus China. Nun gibt es offenbar nach wochenlangen Verhandlungen eine Einigung. Sie kommt noch rechtzeitig - schon im August hätte sich der Streit weiter verschärft.

Einigung? Die EU und China streiten sich seit Jahren um die Strafzölle auf Solarimporte aus Fernost. Foto: dpa
Einigung? Die EU und China streiten sich seit Jahren um die Strafzölle auf Solarimporte aus Fernost.Foto: dpa

Im Handelsstreit um chinesische Solarmodule haben die Europäische Union und China eine Einigung erzielt. Die EU-Kommission habe sich mit Peking nach wochenlangen Verhandlungen auf Mindestpreise beim Import chinesischer Solarmodule geeinigt, erklärte EU-Handelskommissar Karel de Gucht am Samstag in Brüssel. Er sprach von einer „freundschaftlichen Lösung“, die zu einem „neuen Gleichgewicht“ auf dem europäischen Markt der Solarmodule führen werde. Durch die Mindestpreise würden die Schäden beseitigt, die der europäischen Solarindustrie durch die „Dumping-Praxis“ zugefügt wurden.

Europäische Hersteller hatten der chinesischen Konkurrenz vorgeworfen, ihre Produkte zu Dumpingpreisen in Europa zu verkaufen. Deshalb hatte Brüssel im Juni Strafzölle von 11,8 Prozent auf chinesische Solarmodule verhängt. Wäre bis zum 6. August keine Einigung erzielt worden, sollten die Zölle weiter auf 47 Prozent steigen.

Laut der Herstellerallianz EU Prosun fördert China den Export von Solarprodukten mit Milliarden Euro. Alleine in Deutschland habe es seit 2011 mehr als 30 Werkschließungen und Insolvenzen gegeben, 10.000 Arbeitsplätze seien verloren gegangen. (AFP)

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