Wirtschaft : Mit Aktienkurs unzufrieden

KARLSRUHE (ajo/HB). Hans Fahr, Vorstandschef des Anlagen- und Maschinenbaukonzerns IWKA AG, Karlsruhe, blickte auf der Hauptversammlung positiv in die Zukunft. So sieht er große Chancen durch die Fusionen wichtiger Kunden. Als ein Beispiel nannte er DaimlerChrysler. Die IWKA-Tochter Kuka-Roboter GmbH, Augsburg, ist weltweit die Nummer 3 in der Robotertechnologie. Ähnliches gilt auch für die pharmazeutischen Industrie, die die IWKA mit Verpaêkungstechnik beliefert. Zudem setzt die Karlsruher Holding - Dach für eine Reihe mittelständischer Firmen - immer stärker auf Internationalisierung. Ein Schwerpunkt wird auf den US-Markt gelegt. Erst vor kurzem erwarb die IWKA den britischen Verpackungstechnikhersteller BWI Plc., Altrincham, (Kaufpreis 150 Mill. DM), der über eine Tochter auch stark in Nordamerika präsent ist. Kurzfristig sieht Fahr zwar deutliche Schwächen außerhalb der Sparten Verpaêkungsindustrie und Fahrzeugindustrie. Diesen könne sich die IWKA nur teilweise entziehen. Doch die langfristigen Perspektiven schätzte Fahr als gut ein. Künftig will die IWKA "den Vermögenszuwachs noch konsequenter in den Mittelpunkt seiner Unternehmenspolitik stellen".Für das vergangene Jahr wurde die Dividende um 30 Prozent auf 1,30 DM erhöht. Doch trotz der Dividendenanhebung und der günstigen Perspektiven waren die Aktionärsvertreter nicht zufrieden. Hauptkritikpunkt: der Aktienkurs. Die Börsenkapitalisierung erreiche mit 975 Mill. DM (Kurs gut 22 Euro je Anteilsschein) nicht einmal ein Drittel des Umsatzes. Mehrfach wurde zur Kurspflege eine aktivere Öffentlichkeitsarbeit angemahnt.

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