Wirtschaft : Mit Lkw auf Rekordkurs

Daimler-Chrysler gibt sich Optimierungsprogramm

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Berlin Daimler-Chrysler wird mit seinem Nutzfahrzeuggeschäft in diesem Jahr auf Rekordniveau bleiben. Andreas Renschler, im Vorstand der Daimler-Chrysler AG für Nutzfahrzeuge zuständig, kündigte am Donnerstag in Berlin „ein erfolgreiches Jahr an“. Bereits im ersten Quartal war der Gewinn der Nutzfahrzeugsparte auf 714 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 268 Millionen) gestiegen. Allerdings ist in dem Quartalsgewinn eine Ausgleichszahlung von Mitsubishi in Höhe von 276 Millionen Euro enthalten; damit sollte ein Teil der Kosten für Rückrufaktionen bei der von Daimler-Chrysler übernommenen japanischen Lkw-Marke Fuso ausgeglichen werden.

Renschler betonte zwar den derzeit gut laufenden Absatz in Nordamerika, Asien und Europa. Um aber in dem sehr zyklischen Geschäft besser gegen die extremen Absatzschwankungen gewappnet zu sein – Renschler zufolge kann ein Markt binnen eines Jahres um 50 Prozent schrumpfen – setzt Daimler-Chrysler ein „Optimierungsprogramm“ um. Dabei sollen zum Einen die weltweit 60 Standorte des Lkw-Herstellers flexibler arbeiten. In den deutschen Werken beispielsweise kann die Arbeitszeit durch den Einsatz von Konten um bis zu 30 Prozent schwanken. Zum Anderen werden zunehmend Gleichteile in den neun Nutzfahrzeugmarken des Konzerns eingesetzt, etwa ein Motor für alle schwere Lkw.

Langsamer als erwartet kommt Daimler-Chrysler in China voran. Die Produktion von Transportern, die eigentlich in diesem Jahr beginnen sollte, wurde um ein Jahr verschoben. Und ein geplantes Joint-Venture für den Bau von Lkw wird frühestens 2006 von den örtlichen Behörden genehmigt werden. „China ist wichtig, aber es dauert“, sagte Renschler. Vernünftiger als schnelle Abschlüsse sei die gründliche Ausarbeitung von Verträgen mit den Chinesen. alf

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