Wirtschaft : Mit Rover fährt BMW in die roten Zahlen

MÜNCHEN (tmh).Eine Versiebenfachung der Verluste ihrer britischen Tochter Rover haben der Bayerische Motoren Werke AG erstmals seit Jahren einen Gewinnrückgang beschert.1998 sei der Konzernjahresüberschuß um rund ein Fünftel auf 904 Mill.DM eingebrochen, teilte BMW nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit.Rover erzielte aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einen Verlust von 1,87 Mrd.DM.Grund seien Modellwechsel, Markt- und Währungseinflüsse sowie die Sanierung.

Zum möglichen Bau neuer Rover-Modelle am Hauptstandort Longbridge haben die BMW-Aufsichtsräte keine Entscheidung getroffen.Das als Hauptproblem geltende Werk soll mit Subventionen der britischen Regierung modernisiert werden.Verluste verzeichnete 1998 auch das BMW-Flugtriebwerksgeschäft.Dessen Defizit ging aber von minus 662 Mill.auf minus 458 Mill.DM zurück.Das Segment BMW Automobile konnte dagegen sein Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit um ein Viertel auf den Rekordwert von über 3,9 Mrd.DM ausbauen.Auch die Sparten Motorrad und Finanzdienste steuerten höhere Gewinne bei.

Insgesamt wertet BMW 1998 als erfolgreiches Geschäftsjahr.Die Dividende bleibt bei 20 DM für Stammaktien und 21 DM für die Vorzüge.Als erster Dax-Wert wollen die Münchner ihre Aktie auf einen Nennwert von einem Euro umstellen, was eine geringfügige Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und einen anschließenden Aktiensplit im Verhältnis eins zu 26 erfordere.Damit bleibe der Konzern auch für internationale Kapitalmärkte gerüstet.

Änderungen gibt es im Vorstand.Neues Mitglied wird Ernst Baumann, der das Personalressort von Helmut Panke übernimmt.Panke ist neuer BMW-Finanzchef.Ex-Finanzchef Günter Lorenz übernimmt das neue Ressort Finanzdienste und Beteiligungen.Der langjährige Ex-BMW-Chef Eberhard von Kuenheim will, wie angekündigt, zur Hauptversammlung am 18.Mai nicht mehr als Aufsichtsratschef kandidieren.

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