Wirtschaft : Mit wem man Geschäfte macht

Daniel Rhee-Piening

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Die Bankgesellschaft verkauft Teile des Konzerns, und sie macht keine riskanten Geschäfte mehr. Das verlangt die EUKommission, damit der Staat der Bank weiterhin helfen darf. Der Rückzug auf das Profil einer regionalen Bank ist der beste Weg. Das schlägt sich natürlich auch in den Zahlen nieder. Wer weniger Kredite vergibt, hat zwar ein geringeres Risiko – aber er verdient eben auch weniger Zinsen. Bisher aber ist es dem Berliner Konzern nicht gelungen, in seinem eigentlichen Bankgeschäft üppige Ertragsquellen zu erschließen: Zwar werden mehr Bausparverträge verkauft und auch mehr Versicherungspolicen an den Kunden gebracht. Doch der Gewinn der Bank speist sich vor allem aus den Sparprogrammen – und aus Kontoführungsgebühren für bereits bestehende Konten. Die Erträge fließen, weil man beispielsweise bei der Sparkasse neue Kontenmodelle eingeführt hat, die die Kunden allerdings als versteckte Gebührenerhöhung registriert haben. Sie reagierten entsprechend verärgert. Dies zeigt, wie eng der Spielraum der Bank an dieser Stelle ist und wie wichtig es ist, lukrative Geschäftsfelder aufzubauen. Für eine Regionalbank vom Typ Bankgesellschaft ist das die – gelegentlich mühselige – Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen. Und: die gute Betreuung von Privatkunden.

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