Wirtschaft : Mitsubishi bricht ein

Autoabsatz in Japan geht dramatisch zurück

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Tokio Der Absatz der von Qualitätsproblemen geplagten Marke Mitsubishi bricht in Japan weiter drastisch ein. Im Juni fielen die Verkäufe im Jahresvergleich um 64,3 Prozent auf 4885 Fahrzeuge, wie die Japanische Autohändler-Assoziation am Donnerstag mitteilte. Im Mai war der Absatz in Japan bereits um 56,3 Prozent auf 4213 Autos gefallen. Mitsubishi Motors muss mehrere hunderttausend Fahrzeuge wegen diverser Mängel zurückrufen. Erst vor wenigen Tagen hatten die Mitsubishi-Gesellschafter mitgeteilt, für die Sanierung des Unternehmens rund 4,2 Milliarden Euro zu benötigen. Die Daimler-Chrysler AG, die bislang 37 Prozent an Mitsubishi hält, beteiligt sich nicht an den Sanierungskosten inklusive Kapitalerhöhung. Der Anteil von Daimler-Chrysler wird deshalb auf rund 20 Prozent sinken. In Deutschland ruft Mitsubishi bis zu 4500 Fahrzeuge des Modells Lancer Kombi in die Werkstätten. Von möglichen Defekten an der Heckklappe sind Autos aus den Baujahren 1992 und 1993 betroffen. Mitsubishi hat seit Anfang Juni weltweit 19 Rückrufaktionen durchgeführt. dpa

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