MITTEL GEGEN REISEKRANKHEIT : Säuglinge haben es besser

Menschen mit Reisekrankheit wird bei starker Bewegung übel oder schwindelig – bis hin zum Erbrechen. Häufig passiert das auf Schiffen oder unruhigen Flügen, im Auto oder im Zug, aber auch das Karussell oder die Schiffsschaukel können die Reisekrankheit auslösen. Sie entsteht dann, wenn unsere Augen am Horizont keinen Halt mehr finden können und der Gleichgewichtssinn gestört wird. Im Innenohr wird das Brechzentrum im Hirnstamm stimuliert. Nur Säuglinge sind gegen die sogenannte Kinetose gefeit: Weil sie sich im ersten Lebensjahr noch nicht mit den Augen im Raum orientieren können, werden sie auch nicht reisekrank. Wer zu dieser Krankheit neigt, sollte möglichst ausgeruht und nicht mit nüchternem Magen reisen. Im Auto ist der ruhigste Sitz der des Beifahrers, im Bus hinter der Vorderachse, im Flugzeug über den Tragflächen, auf dem Schiff in der Mitte. Tritt Übelkeit auf, hilft es, den Horizont fest in den Blick zu nehmen, sich hinzulegen oder sich etwa mit Denkspielen abzulenken. Hilft das alles nicht, kommen Antihistaminika infrage. Diese Medikamente dämpfen den Brechreiz, machen aber müde. Sie können auch die Haut empfindlicher gegenüber Sonneneinstrahlung machen. Besonders geeignet zur Behandlung der Reisekrankheit sind Präparate, die den Wirkstoff Diphenhydramin enthalten. Es gibt sie zum Beispiel als Tabletten oder als Zäpfchen. jmi

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