Mittelbrandenburgische Sparkasse : Institut macht Rekordgewinn

Die Mittelbrandenburgische Sparkasse hat im vergangenen Jahr 127 Millionen Euro Gewinn gemacht. "Wir schwimmen im Geld", sagt der Institutschef Johannes Werner.

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In diesem Jahr ist der Rekordgewinn nicht zu halten, sagt Werner.
In diesem Jahr ist der Rekordgewinn nicht zu halten, sagt Werner.Foto: Andreas Klaer

Mit einem solchen Ergebnis hatte Johannes Werner nicht gerechnet. „Wir schwimmen im Geld“, sagte der Chef der Mittelbrandenburgischen Sparkasse bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch. Sein Institut hat im vergangenen Jahr einen Gewinn nach Steuern von 127 Millionen Euro gemacht, deutlich mehr als erwartet. „Es gibt keine andere Sparkasse in Deutschland, die einen solch hohen Wert erwirtschaftet“, lobte sich Werner selbst. Dabei konnte die zweitgrößte Sparkasse Ostdeutschlands, die den Norden, Westen und Süden Brandenburgs abdeckt, auch von der Nähe zu Berlin profitieren. Das Institut vergab Immobilienkredite in Höhe von 100 Millionen Euro in der Hauptstadt. Sie würden dort zwar nicht aktiv um Kunden werben, aber auch niemanden abweisen, nur weil er aus Berlin kommt, sagte Werner.

Auch abseits der Immobilienfinanzierung hat das Institut die Kreditvergabe ausgeweitet. Erstmals stieg die Summe der ausgereichten Kredite um zwölf Prozent auf über drei Milliarden Euro. Bei den Firmenkrediten lag das Plus sogar bei 14 Prozent. „Das ist ein klares Bekenntnis zur Region“, sagte Werner. Sein Institut ist in der komfortablen Situation, dass die Kunden deutlich mehr Geld bei der Bank anlegen, als sie sich leihen: 2012 stieg die Summe der Einlagen auf über acht Milliarden Euro. Deshalb hat die Sparkasse immer noch Luft nach oben. „Wir können alle Kreditwünsche befriedigen“, sagte Werner.

Weil die Zinsen derzeit extrem niedrig sind, ist der Institutschef mit seiner Prognose aber zurückhaltend. Werner sagte, er glaube nicht, dass die Sparkasse den Rekordgewinn von 2012 in diesem Jahr noch einmal übertreffen könne.

Die Aufspaltung der Landesbank Berlin (LBB), an der die MBS über den Ostdeutschen Sparkassenverband beteiligt ist, begrüßte der MBS-Chef. Es sei richtig, dass sich die LBB auf ihre Wurzeln als Sparkasse konzentriere. Werner mahnte jedoch, die Landesbank müsse künftig mehr Erträge erzielen, damit es für das eingesetzte Kapital der Sparkassen eine "ausreichende Verzinsung" gebe. 2012 musste Werner als Sonderumlage für die LBB rund 9,5 Millionen Euro bereitstellen. mit rtr

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