Wirtschaft : Mittelbrandenburgische verdient weniger

BERLIN (dr).Die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam hat das vergangene Jahr nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Walter Schubert erfolgreich abgeschlossen.Das Betriebsergebnis vor Bewertung bezifferte Schubert am Dienstag vor Journalisten auf 156,7 (162,0) Mill.DM oder 1,78 Prozent der Bilanzsumme.Es habe sich erwartungsgemäß rückläufig entwickelt, da bei rückläufigen Zinsen die Zinsspanne auf 2,84 (3,11) Prozent zurückgegangen sei.Den Zinsüberschuß bezifferte er mit 251 (258) Mill.DM.Der Provisionsüberschuß erhöhte sich hingegen um 10,6 Prozent auf 47 Mill.DM.Der Marktanteil des Instituts konnte trotz der zunehmenden Konkurrenz gehalten werden.

Der Bewertungsbedarf sei nicht spektakulär gewesen.Netto waren es im vergangenen Jahr rund 16 (17) Mill.DM, brutto war er mit knapp 20 Mill.DM gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.In der Kreditpolitik habe es keine Änderung der geschäftspolitischen Ausrichtung gegeben, so Schubert."Wir versuchen auch weiterhin, alle möglichen Kredite bereitzustellen".So waren die Kredite wiederum relativer Hauptwachstumsträger.Die Ausleihungen an Unternehmen und selbständige Privatunternehmen erhöhten sich um knapp 17,5 Prozent auf 964 Mill.DM und die an Unselbständige um gut neun Prozent auf fast 1,1 Mrd.DM.Gegenüber dem Vorjahr wuchsen die Neubewilligungen von 556 Mill.DM auf 613 Mill.DM.Besonders nachgefragt worden seien langfristige Finanzierungen.Als Problemsparten in der Wirtschaft sieht Schubert nach wie vor das Baugewerbe, das Hotel- und Gasstättengewerbe, sowie in geringem Maße den Bereich Spedition/Lagerei.Auffällig sei ferner, daß häufig Managementfehler, mangelhaftes Controlling und gravierende Mängel im Vertragswesen die Schwierigkeiten in den Firmen auslösten.Sein Institut sei dazu übergegangen für größere Kunden Wirtschaftsprüfer zu "installieren", die bei der Investitions- und Finanzplanung helfen.Die Entscheidungen blieben jedoch beim jeweiligen Management.

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