Wirtschaft : Mittelmäßiges Autojahr erwartet Deutscher Markt bleibt schwach Guter Absatz nur in den USA

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Frankfurt (Main) (ro). Trotz der schlechten Zahlen in den ersten fünf Monaten erwartet der Verband der Automobilindustrie (VDA) ein einigermaßen gutes Autojahr 2002. „Wir sind nicht pessimistisch. Wir sehen Licht am Ende des Tunnels, aber der Tunnel ist wohl etwas länger als erwartet“, sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk am Mittwoch in Frankfurt am Main. Der Juni sei bisher ganz gut gelaufen, auch wenn eine Trendwende in der Stimmung der Autokäufer noch nicht absehbar sei. Der VDA hält aber an seiner Prognose vom Jahresanfang fest, dass in Deutschland 2002 rund 3,2 Millionen Personenwagen verkauft werden und 3,4 Millionen Fahrzeuge in den Export gehen. Für die Vereinigten Staaten, den wichtigsten Auslandsmarkt der deutschen Autobauer, erhöhte Gottschalk die Absatzprognose von 15,7 auf 16,5 Millionen Fahrzeuge.

Konkrete Anhaltspunkte für bessere Autogeschäfte hat der VDA-Präsident allerdings kaum, abgesehen von dem angeblich hohen Ersatzbedarf. Neun von zehn Bestellungen seien darauf zurückzuführen, so Gottschalk. Gleichzeitig erweist sich die am Jahresanfang aufgestellte Prognose für den Absatz im Inland als so vorsichtig, dass sie auch dann erreicht wird, wenn in den restlichen Monaten des Jahres die Zulassungen um 3,5 Prozent zurückgehen.

Der Inlandsmarkt ist bereits seit 1999 schwach. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres gab es ein Zulassungsminus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zu Anfang 1999 liegt das Minus bei 17 Prozent. Bei den Ausfuhren gab es ein Minus von neun Prozent, aber bei knapp 1,5 Millionen exportierten Fahrzeugen war dies immer noch das drittbeste Ergebnis überhaupt. Hervorragend läuft für die deutschen Hersteller das Geschäft in den USA. Der Absatz kletterte um fünf Prozent auf 370000 Fahrzeuge, der Marktanteil stieg auf 5,4 Prozent.    

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