Wirtschaft : MLP: Spekulationsobjekt

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MLP ist unter die Spekulanten gefallen. Mit der Aktie des Finanzdienstleisters, der im Juli 2001 in den Dax aufstieg, wird gezockt. Den Anlass liefert MLP selbst: Bis heute hat Vorstandschef Bernhard Termühlen den Verdacht nicht ausgeräumt, dass die Geschäfts und Bilanzierungspraktiken des Unternehmens unseriös sind. Der Staatsanwalt ermittelt. Im Jahresverlauf verlor das Papier fast 90 Prozent seines Wertes. Der massive Wertverlust bedroht nun den Platz im Dax. Das Gerücht, Degussa könne MLP ersetzen, nachdem die Übernahme durch die RAG zu scheitern droht, wird auf dem Parkett lauter. Termühlen beteuert zwar, dass sein Geschäftsmodell solide ist. Die Fakten sprechen aber dagegen: Bis Dezember hatte das Unternehmen nicht mal einen eigenen Finanzvorstand. 2003 soll das Ergebnis statt bei 200 bei 100 Millionen Euro liegen. Termühlen betreibt Gewinnkosmetik: Allein 85 Millionen aus dem Verkauf der Beteiligung an der MLP-Lebensversicherung. mot

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