Wirtschaft : MLP steigert Gewinn und Umsatz um ein Drittel

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Der Heidelberger Finanzdienstleister MLP (siehe Lexikon ) trotzt dem immer noch flauen Börsentrend und entwickelt sich weiter dynamisch. Im Gegensatz zu den Banken wird auch die Zahl der Geschäftsstellen, der Mitarbeiter und Berater nicht ab-, sondern weiter deutlich ausgebaut. Auch das Jahr 2001 wird nach Angaben von Vorstandschef Bernhard Termühlen für MLP wieder ein "außerordentlich starkes" Geschäftsjahr. In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent auf 654 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern um gut 34 Prozent auf 69 Millionen Euro.

Auch für das gesamte Jahr erwartet Termühlen, wie er am Donnerstag in Frankfurt sagte, einen Gewinnzuwachs von rund 30 Prozent auf rund 150 Millionen Euro. Für 2002 ist der Vorstandschef ähnlich optimistisch und rechnet mit einem weiteren Plus von einem Drittel bei Umsatz und Ertrag. 2002 soll das Vorsteuerergebnis bei 194 Millionen Euro liegen. "Wir koppeln uns noch stärker als in den vergangenen Jahren vom allgemeinen Markttrend ab".

Nach Angaben von Termühlen wäre das Geschäft von MLP ohne die Börsenschwäche noch besser gelaufen. Dann hätte es sogar einen Gewinnzuwachs von 40 Prozent gegeben. Für MLP zahlt sich die Strategie, Akademiker direkt nach dem Studium als Kunden zu gewinnen und über das gesamte Berufsleben bei steigenden Einkommen mit Finanz- und Vorsorgeprodukten zu begleiten, mehr und mehr aus. Ende September hatte der Finanzdienstleister 434 000 Kunden, 79 000 mehr als vor Jahresfrist. Bis Ende dieses Jahres will MLP weitere 16 000 Kunden gewinnen, 2002 sollen 100 000 dazukommen. Auch die Zahl der Finanzberater ist weiter gestiegen, um knapp 550 auf jetzt rund 2450. MLP betreibt mittlerweile 310 Geschäftsstellen, 90 mehr als vor einem Jahr. Fest angestellt sind mittlerweile knapp 1250 Menschen, gut 200 mehr als vor einem Jahr. "Wir suchen weiter für alle Bereiche Mitarbeiter", sagt Termühlen. Seit Anfang des Jahres ist MLP auch in Großbritannien aktiv. Der Start sei gut gelungen. Als nächstes Land peilt MLP Spanien an.

Impulse erwarten die Heidelberger durch die Riester-Rente, für die ab Januar zwei Produkte angeboten werden sollen. "Die Steigerung wird aber nicht so dramatisch sein wie andere erwarten", sagt Termühlen. Angesichts der guten Zahlen rechnet der Manager auch wieder mit einem höheren Aktienkurs. Die MLP-Aktie, die Ende 2000 bei fast 180 Euro stand, rutschte zwischenzeitlich auf unter 50 Euro, notiert mittlerweile aber wieder bei mehr als 80 Euro.

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