Wirtschaft : Mobil telefonieren wird billiger

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Berlin - Seit auch die Lebensmitteldiscounter Aldi und Plus in das Geschäft mit billigen Handytarifen eingestiegen sind, sind die Preise noch einmal kräftig gesunken. Meist handelt es sich bei den Discountangeboten um Prepaidtarife, also um vorausbezahlte Guthabenkarten. Sie eignen sich gut als Weihnachtsgeschenk, da kein Vertrag abgeschlossen werden muss, der den Beschenkten später belastet. Der Nachteil: Ein subventioniertes Handy gibt es nicht dazu. Inzwischen kann man jedoch Einsteigermodelle auch günstig im Internet bestellen – oder ebenfalls beim Discounter kaufen.

Die Vielzahl der neuen Tarife macht es immer schwieriger herauszufinden, welches tatsächlich das günstigste Angebot ist. Nicht immer bedeutet der billigste Minutenpreis am Ende auch die niedrigste Rechnung. Das hängt sehr stark von den Telefongewohnheiten ab: Wer sehr viel telefoniert, wer mit dem Handy oft ins Ausland reist oder dorthin anruft, wer viele Daten mobil überträgt, kommt meist mit einem Vertrag bei den Netzbetreibern günstiger weg. Denn hier sind die Discounttarife vergleichsweise teuer. Wer jedoch im Schnitt jeden Monat nur etwa 60 Minuten telefoniert (siehe Tabelle) und das Handy nur im Inland nutzt, kann bei den Discountern sparen.

Das günstigste Angebot für das gewählte Profil gibt es demnach bei Blau.de. 16 Cent pro Minute berechnet der Anbieter – und ist dennoch teurer als Easy-mobile (14 Cent pro Minute). Das liegt unter anderem daran, dass Blau.de nach der ersten Minute im fairen Sekundentakt abrechnet (Takt 60/1). Easy-mobile dagegen rechnet auch jede angefangene Minute voll ab (Takt 60/60). Hier zahlt der Kunde also oft auch dann noch, wenn er gar nicht mehr telefoniert. vis

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