Wirtschaft : Mobilcom-Gründer schaltet Behörde ein

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   Frankfurt (Main) (dpa). Der ehemalige Mobilcom-Chef Gerhard Schmid will France Télécom mit Hilfe der Finanzaufsicht zu einem Übernahmeangebot für seine Anteile an dem Mobilfunkanbieter zwingen. Am Mittwoch habe er ein Gutachten des Gesellschaftsrechtlers Marcus Lutter bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) eingereicht. „Das Fazit lautet, France Télécom ist zur Abgabe eines Übernahmeangebots an alle Aktionäre der Mobilcom AG verpflichtet“, sagte Schmid am Donnerstag in Frankfurt. Die Reaktion des BAFin fiel verhalten aus. Es sei noch nicht erwiesen, dass der französische Konzern für die noch ausstehenden Aktien des Büdelsdorfer Unternehmens ein Angebot unterbreiten muss. „Das ist nur eine Rechtsauffassung, die man vertreten kann“, sagte eine Behörden-Sprecherin. Es gebe viele Auslegungsfragen. „Unsere Prüfung ist noch nicht abgeschlossen, das wird aber in den nächsten Wochen der Fall sein.“ Bislang habe aber noch keine Veranlassung bestanden, France Télécom zur Abgabe eines Angebots aufzufordern.

   Seit Wochen streiten Schmid und der französische Telekomkonzern über den angemessenen Preis für das 40-prozentige Aktienpaket des Mobilcom-Gründers. Schmid hatte sein Paket zunächst für 22 Euro je Aktie in bar angeboten. France Télécom ist selbst mit 28,5 Prozent an Mobilcom beteiligt und soll zehn Euro pro Mobilcom-Aktie geboten haben. Angeblich soll der Betrag in Aktien der Mobilfunk-Tochter Orange geboten worden sein.

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