Wirtschaft : Mobilcom-Krise verschärft sich Schmid streitet mit Regierung

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Berlin (vis/dri/HB). Der Streit zwischen MobilcomGründer Gerhard Schmid und dem Bundeswirtschaftsministerium verschärft sich. Schmid sagte seine Teilnahme an einem Kompromiss-Gespräch im Ministerium am Montag ab. Schmid wirft der Regierung vor, sie respektiere seine Eigentumsrechte nicht. Bei dem Streit geht es um die Treuhänderschaft für Schmids Mobilcom-Aktienpaket, (50 Prozent der Anteile). „Die Forderung der Regierung kommt einer Enteignung gleich“, sagte eine Sprecherin Schmids. Das Ministerium wolle Schmid nicht nur die Vertragsbedingungen diktieren, sondern lehne auch den von Schmid benannten Treuhänder, Joachim Dreyer, ab. Das Ministerium sieht die Übertragung der Aktien an einen Treuhänder als wichtigen Eckpunkt für eine Einigung mit Mobilcom-Großaktionär France Télécom (28,5 Prozent der Anteile). Es gebe einen mit allen Seiten abgestimmten Treuhänder-Vertrag, von dem weiche der von Schmid unterzeichnete Vertrag ab, sagte ein Sprecher. Mobilcom steht damit einmal mehr am Abgrund: Die Beihilfe von 50 Millionen Euro der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau reicht nach Angaben aus Aufsichtsratskreisen nur noch für zwei Tage.

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