Wirtschaft : Mobilcoms Ex-Chef narrt Gläubiger Schmid rettet Immobilien vor Versteigerung

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Berlin – Die Ehefrau von Mobilcom Gründer Gerhard Schmid hat mit ihrem Unternehmen die drei zur Zwangsversteigerung anstehenden Schleswiger Grundstücke ihre Mannes gekauft. Sybille Schmid-Sindram erwarb die Objekte nach eigenen Angaben mit der von ihr kontrollierten Waterkant Immobilienfonds GmbH & Co KG kurz vor dem vorgesehenen Versteigerungstermin. Dies sei mit Genehmigung des Gläubigerausschusses vom Insolvenzverwalter geschehen, hieß es. Mobilcom, ebenfalls im Gläubigerausschuss vertreten, hatte nach Informationen des Tagesspiegel dem Verkauf widersprochen.

Die Schleswiger Grundstücke des ehemaligen Vorstandschefs der Mobilcom mit einem Verkehrswert von insgesamt 4,4 Millionen Euro sollten ursprünglich am Mittwoch zwangsversteigert werden. Schmid hatte im März dieses Jahres einen Offenbarungseid abgelegt. Zu den Objekten gehörte eine 440 Quadratmeter große Villa mit dem dazu gehörigen 6000 Quadratmeter großen Grundstück im Wert von 1,89 Millionen Euro. Hinzu kamen Grundstücke mit Werten von 670 000 und 1,84 Millionen Euro, die als Bauland ausgewiesen sind.

Mobilcom hatte Widerspruch gegen den Verkauf eingelegt, weil das Unternehmen den Kaufpreis von drei Millionen Euro im Vergleich zum Verkehrswert von 4,4 Millionen Euro als zu niedrig erachtete, wie der Tagesspiegel aus informierten Kreisen erfuhr. Zudem sei der Verkauf ausgerechnet an Schmids Ehefrau „mehr als ein optischer Schönheitsfleck“. Doch Mobilcom habe sich mit dieser Auffassung im Gläubigerausschuss nicht durchsetzen können. vis/dpa

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