Wirtschaft : Mobilfunk der Zukunft: Die neue Funknorm UMTS

Mit der neuen Funknorm UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) wird der drahtlose Zugriff auf das Internet wesentlich beschleunigt. UMTS ist der Standard für die dritte Mobilfunkgeneration, mit dem Handys erstmals weltweit einsetzbar werden. Mit den heutigen Standards wie GSM (Global System for Mobile Communication) können per Handy nur Sprache und kurze Texte übertragen werden. Mit UMTS wird der schnelle drahtlose Zugriff auf Bilder, Videos und Musik möglich. Die Anbieter erhoffen sich davon einen neuen Schub bei den Anwendungen und Kundenzahlen. Mobiltelefone sollen sich so zu kleinen Multimedia-Terminals für die Jackentasche entwickeln. Viele Experten sprechen daon, dass das leistungsfähige Handy den Festnetzanschluss überflüssig machen könnte.

Die Hochgeschwindigkeits-Technik UMTS kann Daten mit bis zu zwei Megabit pro Sekunde übermitteln. Damit kann man sich einen Spielfilm aus Display oder Notebook laden. UMTS ist bis zu 30 Mal schneller als ISDN (64 kBit pro Sekunde) und bis zu 200 Mal schneller als heutige Handys (9,6 kBit pro Sekunde). In Europa ist die schrittweise Markteinführung von UMTS ab 2002 geplant. Wer das neue Netz nutzen will, braucht dann auch ein neues Handy, da jeder Standard neue Geräte fordert.

Zwischenschritte auf dem Weg zur Datenautobahn für Mobiltelefone sind die Standards GPRS (General Packet Radio System) und HSCSD (High Speed Circuit Switched Data). Alle vier Betreiber der heute in Deutschland existierenden Netze D1 (Telekom), D2 (Mannesmann), E-Plus und E2 (Viag Interkom) wollen noch in diesem Jahr GPRS einsetzen, mit dem Übertragungsraten von 50 kBit erreicht werden können. Auf das weniger schnelle HSCSD setzt bislang E-Plus; Mannesmann will folgen.

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