Mobilfunk : Glos will niedrigere Roaming-Gebühren

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos will in der EU eine deutliche Reduzierung der Mobilfunktarife für Gespräche im Ausland, das so genannte Roaming, durchsetzen.

Düsseldorf - Eine "rasche und substanzielle Absenkung der Endkundentarife für alle Verbrauchergruppen" sei erforderlich, schrieb Glos laut "Handelsblatt" in einem Brief an die finnische Ministerin für Telekommunikation und derzeitige EU-Ratsvorsitzende Susanna Huovinenas.

Unter finnischem Vorsitz wollten die zuständigen Minister der 25 EU-Staaten über einen umstrittenen Gesetzentwurf der EU-Kommission beraten, die so genannten Roaminggebühren drastisch zu senken. Die Bundesregierung unterstützt die Pläne der Kommission und will sie weiter verschärfen. "Der deutsche Vorschlag sieht vor, dass zukünftig jeder Mobilfunkanbieter obligatorisch dem Kunden einen Standard-Roamingtarif anbieten muss, der die von der Kommission vorgeschlagene Preisobergrenze einhält", wird Glos vom "Handelsblatt" zitiert. Ziel seien deutlich reduzierte Entgelte von maximal 50 bis 60 Cent pro Minute inklusive Mehrwertsteuer. Derzeit kostet ein Handy-Telefonat im Ausland nach Angaben der EU-Kommission zwischen ein und drei Euro pro Minute. (tso/AFP)

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