Wirtschaft : Mobilfunk: UMTS - Die Technik, die Mobilfunknetze leistungsfähiger machen soll

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UMTS (Universal Mobile Telecommunication System) macht aus Mobilfunknetzen Hochgeschwindigkeitsdatennetze. UMTS soll Übertragungsraten von bis zu zwei Megabit pro Sekunde erreichen: 200 Mal schneller als heutige Mobiltelefone und 30 Mal so schnell wie eine ISDN-Leitung. Mit UMTS, der dritten Mobilfunkgeneration, sollen Mobilfunk und Internet zusammenwachsen. Statt Urlaubsgrüße per Postkarte können dann Videos direkt vom Strand mit dem Handy nach Hause versendet werden. Einkaufen per Handy, Bankgeschäfte mobil erledigen und unterwegs im Internet surfen - all dies soll mit UMTS flinker und komfortabler werden. Doch auch der heute in Europa herrschende Standard, die zweite Mobilfunkgeneration GSM (Global System for Mobile Communications), lässt sich beschleunigen. GSM-Netze übertragen bis zu 9,6 Kilobit pro Sekunde, aufgerüstet mit HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) schaffen sie sogar Übertragungsraten heutiger Festnetzmodems. Diese Lösung erfordert neue Software, aber keine teuren Investitionen in die physische Infrastruktur. Etwas teurer ist die Aufrüstung der Netze mit GPRS (General Packet Radio System), das die drahtlose Kommunikation zehn Mal schneller macht als heute. GPRS erfordert aber die Integration neuer Technik in die bestehenden Netze. Noch einmal doppelt so schnell geht es dann mit EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution), einer Weiterentwicklung von GPRS. EDGE ist ein Zwischenschritt in Richtung UMTS und daher wird dieses System auch als 2,5. Mobilfunkgeneration bezeichnet. Es arbeitet im Frequenzbereich der heutigen Netze und wird daher als Alternativlösung für Mobilfunkbetreiber betrachtet, die bei der UMTS-Lizenzvergabe leer ausgehen. Sie müssen kein neues Netz aufbauen wie die Betreiber von UMTS-Netzen.

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