Wirtschaft : Mobilfunkmarkt: One-2-One wächst in Großbritannien am schnellsten

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Der britische Mobilfunkmarkt wächst weiter kräftig. Davon profitieren die vier großen Mobilfunkgesellschaften auf der Insel - Vodafone, BT Cellnet, Orange und One-2-One - jedoch unterschiedlich. Im dritten Quartal des laufenden Jahres hat der kleinste Anbieter, die zur Deutschen Telekom gehörende One-2-One, das Rennen gemacht. Die Gesellschaft verbuchte einen Kundenzuwachs von 1,12 Millionen Kunden und übertraf damit Schätzungen von Analysten, die mit einem Plus von einer Million gerechnet hatten. Das paritätische Joint Venture mit Richard Bransons Virgin trug mit 128 000 Kunden zum Zuwachs bei. Insgesamt hat One-2-One nun 7,12 Millionen Kunden in Großbritannien.

Knapp geschlagen geben musste sich Orange, die seit Mai zu France Télécom gehört. Der Zuwachs lag bei 1,1 Millionen, womit Orange nun in Großbritannien 8,28 Millionen Kunden betreut. Orange hat in puncto Zuwachs erneut den Rivalen BT Cellnet übertroffen. Die Mobilfunkgesellschaft von British Telecom erhöhte ihre Basis in Großbritannien um 669 000 und zählt nun 8,74 Millionen Kunden. Hält die Dynamik bei Orange an, könnte die Gesellschaft unter der Leitung von Hans Snook BT Cellnet überrunden. Bei BT wird dieses Thema herunter gespielt. Es komme nicht auf Marktanteilsgewinne um jeden Preis an. BT konzentriere sich stärker auf Geschäftskunden und mobile Internet-Nutzer, mit denen höhere Umsätze erzielt werden könnten.

In der Tat verzeichnete BT Cellnet bei den internetfähigen Mobiltelefonen einen Zuwachs von 40 Prozent auf 420 000 Kunden - mehr als jede andere Gesellschaft. Dennoch wäre der dritte Platz in der Liga der britischen Mobilfunkanbieter ein herber Rückschlag für British Telecom. Die Kritik der Aktionäre an dem Telekomkonzern, dessen Börsenkapitalisierung sich innerhalb eines Jahres halbiert hat, nimmt stetig zu.

Mit diesem Druck hat der weltweite Primus, Vodafone, in Großbritannien nicht zu kämpfen. Auf der Insel stieg die Zahl der Kunden des Konzerns im dritten Quartal um 877 000 auf 10,24 Millionen an, weltweit um 6,16 Millionen auf 65,75 Millionen. Mit einem Plus von 2,73 Millionen bei Mannesmann D2 auf 16,53 Millionen Kunden trug das Geschäft in Deutschland kräftig zum Wachstum bei. Fuß gefasst hat Vodafone jetzt auch in China, wo man sich mit 2,5 Milliarden Dollar oder zwei Prozent an dem Anbieter China Mobile beteiligen will. Mittelfristig will Vodafone diesen geplanten Anteil auf 15 bis 20 Prozent erhöhen.

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