Wirtschaft : Mobilfunkwechsel wird preiswerter

Gebühr von 18 Euro im Gespräch

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Berlin (dri/HB). Die Mobilfunknetzbetreiber wollen offenbar ihren Streit um die Höhe der Wechselgebühren beilegen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. Ab November kann jeder Mobilfunkkunde in Deutschland seine HandyNummer behalten, wenn er zu einem anderen Anbieter wechselt. Bisher konnten sich jedoch die vier Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 (Viag Interkom) nicht auf die Höhe der Wechselgebühr einigen. Nach den Vorschriften des Telekom-Regulierers darf diese Gebühr nur die Verwaltungskosten abdecken. Die kleinen Netzbetreiber E-Plus und O2 wollen eine eher niedrige Gebühr um die zehn Euro, um den Anbieterwechsel möglichst attraktiv zu gestalten. Die Marktführer T-Mobile und Vodafone, die gemeinsam auf einen Marktanteil von 80 Prozent kommen, wollen hingegen eine möglichst hohe Gebühr durchsetzen, um Abwerbeversuche zu verhindern. Sie forderten zunächst 25 bis 30 Euro. Inzwischen scheinen sich die Positionen anzunähern, als Kompromiss sind 18 Euro im Gespräch.

Als einen Grund, den Streit nicht eskalieren zu lassen, nennen Mobilfunk-Kreise die wahrscheinlich ohnehin geringe Wechselneigung der Kunden. Bis Ende des Jahres laufen nach Analysten-Schätzungen eine Million Handy-Verträge aus. Höchstens zehn Prozent der Kunden sind aber nach Branchenschätzungen überhaupt bereit, über einen Anbieterwechsel nachzudenken. Deshalb beharrt gegenwärtig offenbar nur noch Vodafone auf hohen Wechselgebühren.

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