Wirtschaft : Moderater Kursanstieg von Cinemaxx

HAMBURG (dpa/Tsp).Die neue Kinoaktie der Cinemaxx AG, Hamburg, hat an ihrem ersten Börsentag einen moderaten Kursanstieg erlebt.Der Kurs kletterte in Hamburg auf 51,20 DM, in Frankfurt (Main) auf 49,50 DM und lag damit über dem Ausgabekurs von 48 DM.In Berlin notierte Cinemaxx zur Kasse bei 49,80 DM.Der Gründer und Vorstand der Kinogruppe, Hans-Joachim Flebbe, bewertete den Börsenstart am Montag als "gut bis zufriedenstellend": "Wir sind kein Phantasiepapier, sondern setzen bewußt auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens", sagte Flebbe am Montag.

Die Cinemaxx AG ist das erste deutsche Kinounternehmen, das an der Börse notiert wird.Mit 14 Großkinos gilt die Kinogruppe als führende Betreiberin von Multiplexkinos in Deutschland."Bis Ende 1999 wollen wir weiter expandieren und insgesamt 30 Großkinos mit 420 Leinwänden bespielen", sagte Flebbe.Auch im Ausland sollen 1999 in Salzburg (Österreich), Luzern (Schweiz) und Ankara (Türkei) neue Häuser entstehen.Zur Cinemaxx-Gruppe gehören in Deutschland 38 Kinos mit 179 Leinwänden und rund 48 000 Plätzen.Sie ist bundesweit nach der Ufa-Gruppe die zweitgrößte Kinogruppe und plant, den Marktanteil von 22,5 Prozent (1997) auf 75 Prozent im Jahr 2002 zu steigern.2003 will die Gruppe dann europaweit über 100 Filmtheater verfügen.

Mit dem Börsengang will der Vorstand des Unternehmens die geplante nationale und internationale Expansion sichern."Wir haben unsere Aktie bewußt im amtlichen Handel und nicht am Neuen Markt plaziert, wo spektakulärere Kurssprünge dazugehören", sagte Flebbe."Dies ist eine Aktie, die man langfristig behält und nicht gleich wieder auf den Markt schmeißt.Kino ist ja auch kein Eintagsgeschäft, sondern eines, das sich entwickelt." Zugleich empfand Flebbe den Börsenstart in Frankfurt als spannend: "Er hatte was von einer Filmpremiere."

Nach dem Börsengang hält der Firmengründer Flebbe mit 68 Prozent die Mehrheit an der Cinemaxx AG.Neun Prozent befinden sich in Besitz der BDW, eine Beteiligungsgesellschaft der Dresdner Bank-Gruppe, 23 Prozent sind in Streubesitz, sagte Flebbe.Die Flebbe-Gruppe erzielte 1997 bei einem Umsatz von 203,5 Mill.DM ein Betriebsergebnis von 16,2 Mill.DM.Das Unternehmen beschäftigt 1750 Mitarbeiter.

Erst vor wenigen Wochen hatte Flebbe ein 50 Prozent-Paket für 166 Mill.DM von der angeschlagenen Stella AG übernomen.

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