Wirtschaft : Moderater Rückgang der Investitionen im Osten

MÜNCHEN .Die Investitionen in der ostdeutschen Industrie werden 1999 voraussichtlich mit acht Prozent auf 13,8 Mrd.DM weniger stark sinken als bisher befürchtet.Das geht aus einer Erhebung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung in München hervor.Nachdem Mitte der neunziger Jahre ein Investitionsrekord von 18,4 Mrd.DM erreicht worden war, schien ein wesentlich kräftigerer Rückgang wegen des Auslaufens von Projekten vorgezeichnet.Die aktuellen Umfrageergebnisse zeigten jedoch, daß der Abstieg vom Investitions-Hochplateau nun in "normalen Stufen" zurückgelegt werde.Als Gründe nennt das Ifo-Institut Großprojekte in der chemischen und elektrotechnischen Industrie sowie Vorhaben in der Papier- und Automobilbranche, die zum Teil erst angelaufen sind.Im vergangenen Jahr habe auch die günstige Konjunkturentwicklung die Investitionen vor allem im Maschinenbau positiv beeinflußt.Die Investitionen seien 1998 um 8,5 Prozent gesunken, erwartet worden war ein Rückgang um bis zu 20 Prozent.Pro Beschäftigten werde mit etwa 24 000 DM in der ostdeutschen Industrie 1999 voraussichtlich noch fast die Hälfte mehr für Investitionen ausgegeben als in den alten Bundesländern.

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