Wirtschaft : Modulation

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Die Überweisungen aus Brüssel werden für größere Landwirtschaftsbetriebe von diesem Jahr an kleiner ausfallen. Denn seit dem 1. Januar gilt in Deutschland die „Modulation“. Den Bauern werden zwei Prozent ihrer EUDirektzahlungen gestrichen. Die so gesparten Mittel fließen in Agrarumweltprogramme, um die sich auch die Bauern, denen das Geld weggenommen wird, wieder bewerben können. Die Idee ist, dass die Subventionen nicht mehr ohne Bedingungen an die Bauern fließen sollen, sondern sie dafür Leistungen für die Allgemeinheit erbringen sollen. Zuschüsse gibt es dann etwa dafür, dass Bauern weniger Ackergifte spritzen oder ihren Schweinen mehr Platz gönnen. Bisher ist die Modulation für die EU-Mitgliedstaaten freiwillig. EU-Agrarkommissar Franz Fischler will sie jedoch spätestens von 2006 an für alle verpflichtend einführen und den Prozentsatz der gekürzten Mittel über mehrere Jahre auf 20 Prozent steigern. deh

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