Wirtschaft : Mönchengladbach ist erste Bundesliga-AG Die erste Elf ist noch nicht dabei

MÖNCHENGLADBACH .Borussia Mönchengladbach hat als erster Bundesligaverein eine Aktiengesellschaft gegründet.Damit setzte das hochverschuldete Tabellenschlußlicht noch vor den zögernden Branchenriesen Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen die Beschlüsse des Bundestages des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vom Oktober in Wiesbaden um.Ziel des Unternehmens sei der Bau und Betrieb eines Stadions, teilte der Verein am Dienstag mit.Die Bundesligamannschaft soll erst "zu einem späteren Zeitpunkt und nach Zustimmung durch die Mitgliederversammlung" in die AG eingegliedert werden."Die Frage des Börsengangs ist noch nicht geklärt", sagte Borussia-Pressesprecher Holger Rathke.

Grund für den eiligen und überraschenden Schritt sind steuerliche Vorteile bei der Gründung einer Aktiengesellschaft (AG), die nur noch bis Jahresende gelten."Die Einlegung von Vermögensrechten in eine AG ist 1998 noch steuerfrei", sagte Rathke.Die "VfL Borussia Mönchengladbach AG" wurde am Montag in einem Mönchengladbacher Notariat aus der Taufe gehoben.Gegenstand des Unternehmens sei der Bau und Betrieb eines multifunktionalen Stadions sowie die Rechte-Vermarktung.DFB-Chefjustitiar Götz Eilers, mit dem die Borussia den Schritt abstimmte, bezeichnete die AG-Gründung als "ersten Schritt" der Gladbacher.Dabei seien lediglich die bestehenden Gesellschaften zu einer Neuen zusammengefaßt worden."Wenn das Mönchengladbach aus bestimmten Überlegungen tut, sieht man, daß das nicht nur eine Rezeptur für die großen Vereine ist", sagte Eilers.Die Mannschaft wird nach Angaben von Rathke nur ausgeklammert, bis das vom DFB geforderten Ja-Wort der Mitliederversammlung eingeholt wurde.Schon im kommenden Frühjahr soll nach einer außerordentlichen Versammlung auch das abstiegsbedrohte Team noch in dieser Saison zur AG gehören.

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