Wirtschaft : Mövenpick in Aufbruchstimmung

GLATTBRUGG (ef/HB).Bei dem Gastronomie-, Hotel- und Markenartikelkonzern Mövenpick Holding, Zürich, herrscht Aufbruchstimmung.Der Anstieg des Konzerngewinns auf 272,6 (im Vorjahr: 35,1) Mill.Schweizer Franken verleiht den notwendigen Spielraum zum weiteren Ausbau.Allerdings ist der Rekordgewinn ausschließlich auf den Verkauf der Beteiligung an Autogrill und von 40 Prozent des Kapitals der Hoteltochter an die saudische Kingdom Holding und die US-Investmentbank J.P.Morgan zurückzuführen.Operativ ist Mövenpick im Berichtsjahr vor allem wegen der Konsumschwäche in Deutschland, dem wichtigsten Einzelmarkt, nicht vorangekommen.An Verbesserungsmaßnahmen wird intensiv gearbeitet.Für die Umsetzung der neuen Konzernstrategie hat sich der seit einem guten Jahr amtierende Konzernchef Bruno H.Schöpfer einen Zeitrahmen von drei Jahren gesetzt.

Die juristisch verselbständigten drei Töchter Restaurants, Hotels und Markenartikel sollen durch Akquisitionen wachsen.Alle Übernahmekandidaten will Schöpfer genau prüfen.Drei Kriterien sind dabei für ihn ausschlaggebend: Die Kandidaten müssen eine passende Strategie besitzen, Management-Know-how mitbringen sowie ein tragbares finanzielles Risiko darstellen.In den kommenden drei Jahren können die Aktionäre jedoch noch nicht mit großen Ertragsverbesserungen rechnen.

Seine Ziele will Schöpfer mit einer verschlankten Konzernstruktur erreichen.Die Holding wird sich künftig ausschließlich auf wichtige Kernaufgaben beschränken.Dazu zählt Schöpfer die Vision, die Strategie, die Einkaufsbündelung, die Markenführung und Koordination sowie das Finanz- und Risikomanagement.Alle übrigen Aufgaben werden von den drei operativen Gesellschaften wahrgenommen.Schöpfer will für Managementaufgaben junge internationale Führungskräfte rekrutieren.Die Besetzung der Führungspositionen soll im Normalfall intern geregelt werden.

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