Wirtschaft : Monti kritisiert EU-Kandidaten

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Vilnius (dpa). Viele EU-Kandidatenländer haben nach Ansicht von Wettbewerbskommissar Mario Monti ihre Subventionssysteme noch nicht an EU-Standards angepasst. Nachholbedarf bestünde besonders bei unzulässigen staatlichen Direkthilfen, sagte Monti am Montag vor Journalisten in Vilnius, wo er an einer Konferenz zur Wettbewerbssituation in den EU-Kandidatenstaaten teilnahm. Ungarn etwa würde weiterhin ein nicht mit den EU-Regeln zu vereinbarendes Finanzsystem vertreten, um ausländische Direktinvestitionen anzulocken. In Polen müssten staatliche Subventionen in Regionalhilfen umgewandelt werden. Generell seien Finanzhilfen im Stahl-Sektor bei den EU-Kandidaten ein „Haupthindernis“ für den Abschluss der Beitrittsverhandlungen. Solche Wettbewerbspolitik „blockiert notwendige Umstrukturierungen“, sagte Monti.

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