Wirtschaft : Mühsamer Tarifpoker

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An drei Standorten hat sich Siemens mit der IG Metall auf ErgänzungsTarifverträge geeinigt: In Bocholt (schnurlose Festnetztelefone), Kamp-Lintfort (Handys) und Bruchsal (Flachbaugruppen für Telefonanlagen).

KOMPROMISSE

In Bocholt und Kamp-Lintfort arbeiten die Beschäftigten 40 statt 38,5 Stunden für gleichen Lohn. Weihnachts- und Urlaubsgeld wurden durch eine erfolgsabhängige Jahreszahlung ersetzt. In Bruchsal behalten die Mitarbeiter die 35-Stunden-Woche bei, müssen aber Lohnkürzungen und Einbußen bei Weihnachts- und Urlaubsgeld hinnehmen. Zudem fällt die geplante Tariferhöhung 2005 weg.

KONFLIKTE

Eine Einigung steht nun noch für 1200 Mitarbeiter an den Siemens-Standorten Karlsruhe (Leiterplatten) und in den Trafowerken Nürnberg und Kirchheim/Teck aus. Siemens-Chef Heinrich von Pierer hatte damit gedroht, mehr als 5000 der 167000 deutschen Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern.

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