Wirtschaft : Münchener Rück mit Rekordgewinn

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München - Die Münchener Rück, der weltweit zweitgrößte Rückversicherer, hat im Geschäftsjahr 2006 zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt. Davon sollen auch seine Aktionäre profitieren. Der Konzern kündigte an, die Dividende um 1,40 Euro auf 4,50 Euro je Aktie zu erhöhen. Für das laufende Jahr stellt sich die Münchener Rück aber auf einen Gewinnrückgang ein. Die im Leitindex Dax notierte Aktie gab bis Mittwochnachmittag um 2,4 Prozent auf 121,70 Euro nach.

„Wir haben die Erwartungen im vergangenen Jahr übertroffen, auch unsere eigenen“, sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard am Mittwoch in München. Er wisse jedoch, dass die Münchener Rück dabei viel Glück gehabt habe. Im vierten Quartal 2006 habe der Konzern von einem positiven Steuereffekt von 356 Millionen Euro profitiert. Zudem seien im Gegensatz zu den Vorjahren Großschäden weitgehend ausgeblieben. Während Naturkatastrophen wie der Hurrikan „Katrina“ im Jahr 2005 Kosten von rund drei Milliarden Euro verursacht hatten, waren es 2006 nur 177 Millionen Euro.

Für das laufende Jahr bereitet sich die Münchener Rück aber wieder auf gehäufte Wetterkapriolen vor. Wegen des Wintersturms „Kyrill“ im Januar liegt die Schadenbelastung für 2007 schon jetzt weitaus höher als im gesamten Vorjahr, auch wenn die Belastungen durch „Kyrill“ wohl deutlich niedriger sind als die zunächst geschätzten 600 Millionen Euro.

Für 2007 rechnet der Konzern insgesamt mit einem Gewinn von 2,8 bis 3,2 Milliarden Euro. An den Erfolg des Vorjahres wird die Münchener Rück damit nicht anknüpfen können: 2006 stieg der Konzerngewinn um 28,5 Prozent auf mehr als 3,5 Milliarden Euro. Dabei gingen die Bruttobeiträge um zwei Prozent auf 37,4 Milliarden Euro zurück. nic

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