Wirtschaft : Münchener Rück registriert weltweit immer mehr Naturkatastrophen - 1999 mehr als 700 Ereignisse

Die Zahl der Naturkatastrophen hat auch 1999 weiter zugenommen. Mehr als 700 Erdbeben, Überschwemmungen und Stürmen sind Tausende von Menschen zum Opfer gefallen, berichtet die Münchener Rück. Dadurch seien auch volkswirtschaftliche Schäden von rund 80 Milliarden Dollar entstanden. Nur im vergangenen Jahr und vor allem 1995, dem Jahr des Erdbebens im japanischen Kobe, sei die Summe der Schäden höher ausgefallen. Versichert von diesen Schäden waren 1999 rund 18 Milliarden Dollar.

In den vergangenen 50 Jahren habe sich die Zahl der extrem großen Naturkatastrophen von 20 auf über 80 im Jahresdurchschnitt vervierfacht. Der Trendverlauf zur steigenden Zahl von Katastrophen ist nach Einschätzung des weltweit führenden Rückversicherers unzweifelhaft. Die volkswirtschaftliche Schäden durch die Naturgewalten habe sich in den letzten 50 Jahren von 38 Milliarden Dollar in den 50er Jahren auf 535 Milliarden Dollar im letzten Jahrzehnt dieses Jahrtausends vervierzehnfacht. Noch einmal doppelt so stark sei die Steigerung der Katastrophenschäden ausgefallen, für die die Versicherer einzustehen hatten. "Die Schadenpotenziale der Versicherungswirtschaft nähern sich für einzelne Großschaden-Szenarien inzwischen der 100 Milliarden-Dollar-Marke", hieß es.

Ein Hauptgrund für die Zunahme der Katastrophenschäden sei die zunehmende Bevölkerungsdichte weltweit und besonders in den Städten. Dazu kämen weitere Faktoren wie die Konzentration von immer größeren werten bei Klima- und Umweltveränderungen sowie die größere Katastrophenanfälligkeit der Industriegesellschaften.

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