Wirtschaft : Münchener Rück trotzt Katastrophen - Rückversicherer strebt 2006 Milliardengewinn an

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München - Trotz zunehmender Risiken durch Naturkatastrophen strebt die Münchener Rück nach dem Rekordjahr 2005 in den kommenden Jahren Milliardengewinne an. Der Versicherungsschutz gegen Naturkatastrophen gehöre zum Kerngeschäft und sei langfristig profitabel, sagte Konzernchef Nikolaus von Bomhard am Mittwoch auf der Hauptversammlung in München. Für 2006 erwartet er zwischen 2,6 bis 2,8 Milliarden Euro Gewinn. Das erste Quartal sei bereits ordentlich gelaufen. „Gegenwärtig sind wir auf Kurs“, sagte von Bomhard. Bislang gebe es keine Großschäden, die zu einer Korrektur Anlass gäben.

Mehrere Anleger forderten den Verkauf des langjährigen Sorgenkindes American Re. Die US-Tochter musste auch 2005 wieder vom Mutterkonzern finanziell unterstützt werden. Von Bomhard schloss aber einen Verkauf wegen der Bedeutung des US-Marktes aus.

Im vergangenen Jahr hatte die Münchener Rück dank Beteiligungsverkäufen einen Rekordgewinn von 2,7 Milliarden Euro erreicht. Auf diesem Gewinnniveau solle auch in Zukunft aufgebaut werden, nur bei extremen Ereignissen könne es nicht erreicht werden, sagte der Konzernchef. „2005 war für die Münchener Rück ein Jahr der Extreme“, sagte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Dennoch habe der Konzern den höchsten Gewinn der Geschichte erzielt und zahle den Aktionären eine Dividende in Rekordhöhe von 3,10 Euro (Vorjahr 2,00 Euro) je Anteil. Für die Münchener Rück summierten sich 2005 die Belastungen durch den Hurrikan „Katrina“ und andere Wirbelstürme auf 2,1 Milliarden Euro. dpa

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