Wirtschaft : Münchner schütteln Belastungen aus dem Immobilienskandal ab

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Die Bayerische Hypo- und Vereinsbank (BHV) AG, München, hat die Belastungen aus dem Immobilienskandal um die ehemalige Hypobank abgeschüttelt und einen sehr guten Start ins neue Geschäftsjahr hingelegt. Im ersten Quartal 2000 ist das Nachsteuerergebnis des Konzerns um gut das Zehnfache auf über 620 Millionen Mark gestiegen, teilten die Münchner in einem Zwischenbericht mit. Dabei hat sich die Risikovorsorge, die bis zuletzt stark von Altlasten der früheren Hypobank betroffen war, auf 484 Millionen Mark mehr als halbiert. Bereinigt um den Aufwand für die Fusion von Bayerischer Vereinsbank und Hypo-Bank zur BHV sei die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern bis Ende März 2000 von 4,4 auf 9,9 Prozent gestiegen. Damit komme die Großbank ihrem Ziel von 15 Prozent Eigenkapitalrentabilität mit großen Schritten näher. Der Provisionsüberschuss wuchs in der Berichtszeit um mehr als die Hälfte auf 1,35 Milliarden Mark. Das resultiere unter anderem aus einer starken Nachfrage nach neuen BHV-Investmentfonds. Dagegen sei der Bestand an Hypothekendarlehen nur geringfügig auf 313 Milliarden Mark gestiegen. Die Neuzusagen für Hypothekendarlehen seien um gut ein Drittel auf 8,4 Milliarden Mark gesunken. Hingegen habe das Wertpapier- und Depotgeschäft um über 70 Prozent zugelegt. Das Handelsergebnis wuchs um fast 90 Prozent auf 484 Millionen Mark. Der Zinsüberschuss stagnierte bei rund 2,3 Milliarden Mark. Unter dem Strich steht ein auf knapp 1,4 Milliarden Mark versiebenfachtes Betriebsergebnis nach Risikovorsorge.

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