Wirtschaft : Murdoch bei Premiere – das zieht die Zocker an

München - Nach dem Einstieg des Medienunternehmers Rupert Murdoch beim deutschen Abosender Premiere haben anhaltende Übernahmespekulationen am Dienstag den Aktienkurs des Bezahlsenders zeitweise weiter angetrieben. Die Premiere-Aktien gewannen am Vormittag zeitweise mehr als sieben Prozent auf 16,40 Euro, fielen am Nachmittag aber wieder zurück. Am Abend lag der Kurs bei 15,62 Euro (plus 2,2 Prozent).

Am Montag war bekannt geworden, dass Murdoch neuer Großaktionär des Abosenders ist. Händler führten den Kursanstieg auf anhaltende Spekulationen um eine Übernahme weiterer Anteile zurück. Durch den Schritt habe sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Murdochs News-Corp.-Konzern nun auch für die restlichen Aktien ein Gebot abgeben werde, hieß es beispielsweise in einer Studie von Credit Suisse. Dresdner Kleinwort empfahl die Aktie zum Kauf und hob das Kursziel von 11,00 auf 17,50 Euro an. Unicredit setzte das Kursziel auf 18 Euro.

Ein mit News Corp. verbundenes Unternehmen hatte am Montag 14,58 Prozent der Premiere-Anteile vom Kabelnetzbetreiber Unitymedia für 287 Millionen Euro in bar oder 17,50 Euro pro Aktie gekauft. Mit dem Geschäft ist Murdoch nach mehreren Anläufen der Wiedereinstieg in den deutschen Medienmarkt gelungen. In der Vergangenheit hatte er vorübergehend bereits Anteile an Premiere, Vox und Pro 7 gehalten. dpa

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