Wirtschaft : Musikmarkt: US-Justizministerium untersucht Online-Geschäft

Das US-Justizministerium hat nach einem Bericht des "Wall Street Journal" eine kartellrechtliche Untersuchung des Online-Musikgeschäfts eingeleitet. Die Untersuchung konzentriere sich auf die beiden konkurrierenden Gemeinschaftsunternehmen Pressplay und Music-Net, die von fünf großen Musikfirmen unterstützt werden, berichtete die Zeitung am Montag. Die Untersuchung sei in einem vorläufigen Stadium. Sie untersuche mögliche Wettbewerbsprobleme, die durch die Joint-Venture aufgeworfen würden. Es werde auch erwartet, dass die Regierung die Verwendung von Urheberrechten und die Lizenzpraktiken der großen Musikfirmen untersucht, mit denen sie den Online-Vertrieb ihrer Musik kontrollieren.

Pressplay gehört der japanischen Sony und der französischen Vivendi Univeral SA. Sie arbeitet mit Microsoft zusammen. Music-Net verwendet die Real-Networks-Technologie und gehört der amerikanischen AOL Time Warner, der britischen EMI Group Plc, der deutschen Bertelsmann AG sowie der US-Firma Real-Networks. Die US-Untersuchung ist die jüngste in einer Serie von Kartellproblemen, die im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Musikbranche während der letzten Jahre aufgekommen waren. In der vergangenen Woche waren die großen Platten-Labels im Kongress in der vergangenen Woche unter Beschuss gekommen. Der demokratische Kongressabgeordnete Rick Boucher hatte vor einem "Vertriebs-Duopol" im Online-Musikmarkt gewarnt. Die Untersuchung der Dienste könnte Auswirkungen auf die Bemühungen von Unterhaltungsfirmen haben, sich in neue digitale Vertriebswege zu begeben.

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