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Nach 270 Jahren : Ältestes Schweizer Geldhaus stellt Geschäft ein

04.01.2013 10:43 Uhr
Nach bald 300 Jahren beendet Wegelin das Geschäft mit dem Geld. Foto: dpaBild vergrößern
Nach bald 300 Jahren beendet Wegelin das Geschäft mit dem Geld. - Foto: dpa

Die Schweizer Traditionsbank Wegelin soll US-Amerikanern bei Steuerhinterziehung im großen Stil geholfen haben. Das Schuldeingeständnis und eine millionenschwere Strafe besiegeln das Ende des Geldinstituts.

Die in den USA wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagte Schweizer Traditionsbank Wegelin hat sich vor Gericht schuldig bekannt. In einer Anhörung vor Richter Jed Rakoff am Bezirksgericht Manhattan gab die Bank am Donnerstag zu, reichen Amerikanern dabei geholfen zu haben, Geld am Fiskus vorbeizuschleusen.

"Die gerichtliche Erklärung beinhaltet, dass Wegelin eingesteht, durch Eröffnung von Konti und Depots und deren Betreuung für amerikanische Steuerpflichtige US-Recht verletzt zu haben", wie die St. Galler Bank mitteilte.

Die 1741 gegründete älteste Bank der Schweiz wird nach Abschluss des US-Verfahrens ihr Geschäft einstellen.

Wegelin zahlt insgesamt 57,8 Millionen Dollar an die USA. Der Betrag beinhaltet eine Strafzahlung, Wiedergutmachung für mutmaßlich entgangene Steuereinahmen sowie mit US-Kunden erzielte Gewinne. Außerdem verpflichtet sich die Bank, amerikanische Kunden- und Bankdaten aufzubewahren und diese herauszugeben, sollten die Schweizer Behörden das anordnen.

Die US-Behörden hatten die älteste Schweizer Bank vor knapp einem Jahr verklagt und ihr vorgeworfen, reichen Amerikanern geholfen zu haben, mindestens 1,2 Milliarden Dollar vor der Steuer zu verstecken. Der Schritt zwang das St. Galler Traditionshaus, einen Großteil seines Geschäfts an die Raiffeisen Bank zu verkaufen.

Neben Wegelin haben die Amerikaner weitere rund zehn Schweizer Banken im Visier, darunter Credit Suisse und Julius Bär sowie die Kantonalbanken von Zürich und Basel.

Die Aktionen gegen Schweizer Banken begannen 2007 mit einer Untersuchung gegen die UBS. Dieses Verfahren, in das sich dann auch die Schweizer Regierung einschalten musste, endete damit, dass die UBS 780 Millionen Dollar Strafe zahlte und mit dem Segen der Schweizer Behörden die Namen von 4450 US-Kunden herausgab. Andere Schweizer Banken, darunter auch Wegelin, übernahmen dann von UBS amerikanische Kunden. (rtr)

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