Wirtschaft : Nach der Kündigung – Mitarbeiter muss für Schulung zahlen

Manchmal geht es nicht anders, ein Jobwechsel bietet sich an und man kündigt, obwohl eine vom Arbeitgeber finanzierte Weiterbildung noch nicht beendet ist. Doch man sollte sich im Klaren darüber sein, dass man in so einem Fall die Schulung selbst bezahlen muss.

Dies geht nun auch aus einem Gerichtsurteil hervor: Kündigt ein Beschäftigter vor Abschluss einer Weiterbildung, kann er dafür von seinem Arbeitgeber zur Kasse gebeten werden. Die Fortbildungskosten sind auch dann zurückzuzahlen, wenn die Weiterbildung zeitlich gestaffelt ist, urteilte das Bundesarbeitsgericht in Erfurt (3 AZR 621/08).

Die obersten Arbeitsrichter ließen am Donnerstag allerdings offen, wie lang die zeitlichen Abstände zwischen den Fortbildungskursen sein dürfen. Damit hatte ein Sparkassen-Zweckverband aus Bayern mit seiner Klage gegen einen Bankkaufmann Erfolg.

Der Mitarbeiter hatte in einem Zeitraum von acht Monaten zwei jeweils fünfwöchige Studiengänge absolviert und vor Beginn des dritten Kurses gekündigt. Damit habe der Arbeitgeber Anspruch auf die vereinbarte Rückzahlung der Weiterbildungskosten.

Durch die Bindung an das Arbeitsverhältnis bis zum Abschluss des vom Sparkassen- und Giroverband vorgegebenen Studiengangs werde der Beschäftigte nicht unangemessen benachteiligt, hieß es in dem Urteil. dpa

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