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Nach Kurseinbruch in China : Fehlstart der Börsen ins neue Jahr

In China sind am ersten Handelstag des neuen Jahres die Kurse massiv eingebrochen. Der Handel wurde zeitweise komplett gestoppt. Weltweit zeigen sich Anleger verunsichert - auch der Dax rutschte ab.

Abgerutscht. Erneut schwache Zahlen aus der Industrie ließen Chinas Börsen einstürzen.
Abgerutscht. Erneut schwache Zahlen aus der Industrie ließen Chinas Börsen einstürzen.Foto: AFP

Mit einem rabenschwarzen ersten Handelstag sind Asiens Börsen ins neue Jahr gestartet. Auslöser der Kurseinbrüche waren am Montag schwache Daten zur chinesischen Industrie, die Sorgen um die Entwicklung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft schürten. In China wurde der Aktienhandel vorzeitig beendet, nachdem das Kursminus des Leitindex CSI300 sieben Prozent erreichte. Der automatische Stoppmechanismus wurde damit gleich an dem Tag aktiviert, an dem er in Kraft trat.

Chinesische Industrie schrumpft

Für negative Stimmung sorgte insbesondere die chinesische Industrieproduktion. Sie schrumpfte im Dezember den zehnten Monat in Folge, wie eine Umfrage des Markit-Instituts und des Medienhauses Caixin ergab. Eine Rolle spielte ferner der bevorstehende Ablauf eines Aktien-Verkaufsverbots für Großaktionäre, das im Zuge von Chinas Börsencrashs im Sommer eingeführt wurde. Viele Anleger trennten sich von ihren Papieren, weil sie davon ausgingen, dass die Großinvestoren dies nach Fristende ebenfalls tun. Auch an anderen asiatischen Börsen ging es steil bergab. In Tokio fiel der Nikkei-Index auf ein Zweieinhalb-Monats-Tief und schloss 3,1 Prozent tiefer mit knapp 18.451 Punkten. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans verlor 2,5 Prozent. Auch der europäische Aktienhandel startete mit Verlusten in den Tag. Der Dax brach zum Handelsstart um drei Prozent ein.

Ölpreis steigt wegen politischer Spannungen

An den fernöstlichen Devisenmärkten wurde der Euro fester mit 1,0895 Dollar gehandelt. Auch zur japanischen Währung gab der Dollar nach und notierte mit 119,45 Yen. Er lag damit zum ersten Mal seit Ende Oktober unter 120 Yen. Die politischen Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran trieben am Ölmarkt die Preise hoch. Öl der Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 37,93 Dollar je Fass. rtr