Wirtschaft : Nach Medienberichten im Gegenzug Kapitalbeteiligung vorgesehen

Volvo und Renault stehen bei der Lkw-Produktion nach Medienangaben kurz vor einer Allianz. Nach Informationen der französischen Wirtschaftszeitung "La Tribune" und der "Financial Times" steht ein entsprechendes Abkommen unmittelbar bevor. Die Gespräche zwischen beiden Konzernen seien bereits weit fortgeschritten, berichtete "La Tribune". Die Zusammenarbeit solle möglicherweise auf der Volvo-Hauptversammlung am 26. April offiziell gemacht werden. Die Allianz könnte darin bestehen, dass sich der schwedische und der französische Konzern in größerem Umfang gegenseitig am Kapital beteiligen. In "La Tribune" heißt es, Renault werde Volvo seinen gesamten Lkw-Sektor gegen Volvo-Kapitalanteile überlassen. Laut "FT" würden Volvo und Renault gemeinsam auf dem amerikanischen Kontinent mehr als 20 Prozent der Marktanteile halten und in Westeuropa sogar 30 Prozent. Außerdem wäre der neue Lkw-Konzern in Japan stark. "La Tribune" berichtet weiter, mit der Allianz stiege Renault zum Hauptaktionär bei Volvo auf. Bislang seien die größten Volvo-Aktionäre schwedische Firmen, die Kapitalanteile von insgesamt 26,6 Prozent hielten. Außerdem hieß es, die geplante Allianz sei strategisch interessant: Volvo decke im Lkw-Bereich bereits den nordeuropäischen Markt ab, Renault sei stark in der Region Südeuropa. Für Volvo ist die Zusammenarbeit mit Renault auch deshalb wichtig, weil die Fusion mit Scania von der EU-Kommission blockiert worden war.

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