Wirtschaft : Nach Parmalat-Skandal will Rom härtere Gesetze

-

(dpa). Die italienische Regierung will nach dem Bilanzskandal beim ParmalatKonzern künftig hart gegen Bilanzbetrügereien vorgehen. Vize-Wirtschaftsminister Gianluigi Magri kündigte nach Medienberichten vom Dienstag einen Gesetzesentwurf an, in dem Unternehmern, die falsche Bilanzangaben machen und Anleger schädigen, Haftstrafen von bis zu 25 Jahren angedroht werden. Zudem plane die Regierung die Einführung einer neuen Behörde zum Anlegerschutz. Auch die EU-Finanzminister denken über schärfere Gesetze nach.

Die Staatsanwälte in Parma verhörten unterdessen den inhaftierten Chef der Banca del Monte di Parma, Franco Gorreri weiter. Der frühere Finanzchef des insolventen Parmalat-Konzerns war unter anderem wegen Beihilfe zum betrügerischen Bankrott und Verbreitung falscher Unternehmensinformationen festgenommen worden. Gorreri hatte auch für Parmalat gearbeitet. Unter ihm sollen in zwei Jahren rund 500 Millionen Euro aus den Kassen des Milch-Konzerns unterschlagen und Bilanzen im Umfang von 400 Millionen Euro gefälscht worden sein.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben