Nachrichten : Aktuelles aus der Arbeitswelt

Karriereantrieb: Die meisten bauen auf Weiterbildung

Um die Karriere voranzutreiben, setzen zwei von drei Berufstätigen (66 Prozent) auf Weiterbildungen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact unter Berufstätigen. Sie versuchen demnach, gezielt Kenntnisse zu erwerben und so im Job voranzukommen. Vier von zehn (42 Prozent) halten es für wichtig, den Kontakt mit Kollegen und Vorgesetzten zu pflegen, um die eigenen Ziele zu erreichen. Etwas weniger (35 Prozent) nehmen Überstunden und Mehrarbeit in Kauf und versprechen sich davon einen Karriereschub. Mehrfachnennungen waren möglich. Im Auftrag der Karriereberatung Rundstedt wurden 660 Berufstätige in Voll- und Teilzeit befragt. dpa

Jobwechsel: Grund ist oft zu viel Arbeit
Die mangelnde Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben ist aus Sicht von Personalern ein häufiger Kündigungsgrund. Das zeigt eine Umfrage des Instituts Marketprobe unter 200 Personalern. Demnach beobachtete etwa jeder vierte Befragte (28 Prozent) in seinem Betrieb in den vergangenen drei Jahren mehr Kündigungen. Fast die Hälfte (45 Prozent) sieht als Hauptursache dafür, dass der Job keine ausreichende Work-Life-Balance bietet. Viele nannten auch eine sehr hohe Arbeitsbelastung (38 Prozent). Mangelnde Karriereperspektiven gaben 18 Prozent als Grund für die Kündigungen an. Auftraggeber der Befragung war der Personaldienstleister Robert Half. dpa

Zwischen den Jahren: Kein Anspruch auf Urlaub
Lehnt der Chef einen Urlaubsantrag für die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester ab, können Beschäftigte nichts machen. Darauf weist der Deutsche Gewerkschaftsbund hin. Zwar müsse der Arbeitgeber auf die Wünsche des Mitarbeiters bei der Ferienplanung eingehen – und etwa bei schulpflichtigen Kinder die Schulferien berücksichtigen. Gibt es dringende betriebliche Belange, kann der Arbeitgeber aber darauf bestehen, dass Mitarbeiter zu einem anderen Zeitpunkt Urlaub nehmen. dpa

Jobsuche: Bemerkung zum Kind kann Diskriminierung sein
Bekommen Jobsuchende eine Stelle nur deshalb nicht, weil sie ein schulpflichtiges Kind haben, ist das unzulässig. Es liegt ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz vor – Bewerbern steht eine Entschädigungszahlung zu. Das hat das Landesarbeitsgericht Hamm entschieden (Az.: 11 Sa 335/13). Auf das Urteil weist der Bund-Verlag hin. In dem Fall bewarb sich eine Frau als Buchhalterin. Sie bekam eine Absage und ihre Unterlagen zurück. Im Lebenslauf war neben der Angabe „verheiratet, ein Kind“ handschriftlich ergänzt und unterstrichen, dass das Kind sieben Jahre alt ist. Die Bewerberin sah darin eine Diskriminierung ihres Geschlechts. dpa

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