NACHRICHTEN : Conti baut Batteriestandort Berlin aus
11.01.2012 00:00 UhrVerdi verliert 23 000 Mitglieder
Berlin - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat auch im vergangenen Jahr Mitglieder verloren, dabei jedoch den geringsten Schwund seit ihrer Gründung vor gut zehn Jahren erlitten. Ende 2011 zählte Verdi 2,071 Millionen Mitglieder, das waren 23 465 weniger als ein Jahr zuvor. Bei den Erwerbstätigen und bei jungen Leuten gab es dagegen eine positive Entwicklung: Die Zahl der Beitritte von Beschäftigten lag mit fast 102 000 um rund 20 000 über den Austritten. Und mit 103 000 jungen Mitgliedern (unter 28 Jahre) hatte Verdi mehr „Jugendliche“ organisiert als vor einem Jahr.
Der Zuwachs bei den Erwerbstätigen, die ein Prozent ihres Bruttoeinkommens als Beitrag zahlen, ließ die Einnahmen von Verdi 2011 um 750 000 auf 415,268 Millionen Euro steigen. alf
Warmer Winter drückt Heizkosten Berlin - Dank eines der wärmsten Jahre aller Zeiten müssen die Verbraucher trotz eines deutlichen Gaspreisanstiegs für das Jahr 2011 teils über hundert Euro weniger an Heizkosten zahlen. Wie das Verbraucherportal Toptarif.de am Dienstag mitteilte, fielen die witterungsbedingten Energiekosten rund 15 Prozent geringer aus als 2010, obwohl Gaskosten im Schnitt um acht Prozent gestiegen seien. „Bedingt durch das warme Wetter sinkt die Gasrechnung eines durchschnittlichen Haushalts für 2011 im Vergleich zum Vorjahr um rund 160 Euro.“ dpa
Frankreich behält Top-Rating
Paris - Die Ratingagentur Fitch will die Top-Bewertung für Frankreichs Kreditwürdigkeit in diesem Jahr nicht herabstufen. Wenn sich die Euro-Krise nicht dramatisch verschärfe, werde Fitch den Ausblick für Frankreich erst 2013 neu bewerten, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Vor knapp vier Wochen hatte Fitch Frankreichs AAA-Note mit einem negativen Ausblick versehen. Frankreich bangt wegen der Staatsverschuldung und der Belastung der Banken um die Bestnote. AFP
EON AG]RWE AG]EON AG]RWE AG]EON AG]RWE AG]EON AG]RWE AG]Griechenland braucht mehr Geld
Düsseldorf - Der beschlossene Schuldenschnitt von 50 Prozent reicht nicht mehr aus, um das immer tiefer in der Rezession versinkende Griechenland zu retten. RWE AG]Mittwochabend berieten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, wie das zweite Griechenland-Hilfspaket von 130 Milliarden Euro aufgestockt werden soll. Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, sind zusätzliche Hilfen in zweistelliger Milliardenhöhe notwendig./RWE AG] Viele Politiker fordern deshalb eine Beteiligung der privaten Gläubiger über die Marke von 50 Prozent hinaus. Dagegen stemmen sich die Banken. „Die Institute haben bislang keinen Vorschlag unterbreitet, mehr als die vereinbarten 100 Milliarden Euro zur Rettung Griechenlands beizutragen“, hieß es in Verhandlungskreisen. HB
Berlin - Der Autozulieferer Continental will in Berlin 200 hoch qualifizierte Jobs zur Entwicklung von modernen Lithium- Batteriesystemen für Elektroautos aufbauen. „Wir werden mit 200 starten, vor allem Ingenieure“, sagte Conti-Chef Elmar Degenhart am Dienstag am Rande der Automesse in Detroit. Conti unterhält in Berlin-Moabit bereits eine Batterieentwicklung mit rund 280 Mitarbeitern.
Das Unternehmen und der koreanische Konzern SK Innovation unterzeichneten in Detroit eine Absichtserklärung zur Gründung einer Batterie-Kooperation. Die Koreaner haben Erfahrung mit Lithium-Ionen-Batteriezellen etwa für Laptops, während Conti die Steuerungstechnik mitbringt. Über mögliche Standorte der Fabriken sei noch nicht entschieden, sagte Degenhart. Die Verträge für das Joint Venture, an dem Continental 49 Prozent der Anteile halten werde, würden Mitte des Jahres unterzeichnet.
Die Ankündigung von Continental gibt Berlin als Standort für Elektromobilität zusätzliches Profil. Die Stadt bewirbt sich in den kommenden Tagen mit 33 Einzelprojekten zum Thema Elektromobilität in einem Gesamtvolumen von gut 150 Millionen Euro um die Schaufenster-Förderung des Bundes. Hinter der Bewerbung stünden mehr als 200 Kooperationspartner, sagte Gernot Lobenberg, Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität (Emo), am Dienstag dem Tagesspiegel. Dazu zählten alle deutschen Automobilhersteller, neun der weltweit 15 größten Autoproduzenten und die deutschen Energieversorger Vattenfall, RWE und Eon. Bewerbungsschluss für den Förderwettbewerb „Schaufenster für Elektromobilität“ ist der 16. Januar. Rund 40 Bewerbungen aus allen Teilen Deutschlands werden erwartet, vier bis fünf „Schaufenster“ sollen im März ausgewählt werden.
Etwa die Hälfte der Projektfinanzierung werde mit öffentlichen und privaten Mitteln aus Berlin bestritten, sagte Lobenberg. Der Rest müsste vom Bund kommen, der in den kommenden drei Jahren bundesweit bis zu 180 Millionen Euro an Investitionsmitteln für die Schaufenster-Regionen bereitstellt, um Deutschland als Leitmarkt und -anbieter der Elektromobilität voranzubringen. Der Berliner Senat hatte vor Weihnachten Details der Bewerbung verabschiedet, verbunden mit der Zusage, bis zu 25 Millionen Euro Investitionsmittel zur Verfügung zu stellen. Private Partner sollen weitere 50 Millionen Euro beisteuern.
Berlin gliedert seine Bewerbung in die Schwerpunkte „Fahren“, „Laden“, „Speichern“ und „Vernetzen“. „Wir wollen das Schaufenster der Schaufenster werden“, sagte Emo-Leiter Lobenberg. Berlin habe als Hauptstadt eine „dienende Funktion für ganz Deutschland“. Alle Regionen seien eingeladen, ihre Projekte in der Stadt zu präsentieren. Berlin rechnet sich gute Chancen aus. „Wir haben den Bonus, die größte Stadt in Deutschland mit den meisten Touristen aus dem Ausland zu sein“, sagte Lobenberg. Diese Ausstrahlung sei ein Alleinstellungsmerkmal und mache Berlin zur „internationalen Leitmetropole für Elektromobilität“. Bis 2015 sollen in Berlin unter anderem 1600 Ladesäulen installiert werden (aktuell: 220).
Auch die Metropolregion Hannover- Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg will ihren Antrag zum Schaufenster-Wettbewerb an diesem Mittwoch in Berlin der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) vorstellen. Henrik Mortsiefer











