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Google legt im Streit mit China nach

New York - Der US-Internetkonzern Google hat im Streit mit der chinesischen Regierung seine Drohung wahrgemacht und bietet für China eine Suchmaschine ohne Zensur an. Wer die Seite google.cn besucht, wird seit Montag auf die Version für Hongkong umgeleitet, in deren Ergebnissen politisch heikle Treffer nicht herausgefiltert werden. Google eskaliert damit den Zensur-Streit mit Peking und muss damit rechnen, den Zugang zum lukrativen chinesischen Markt zu verlieren. Der US-Konzern hatte im Januar nach einem breit angelegten Hacker-Angriff angekündigt, Pekings Zensur-Anforderungen nicht mehr befolgen zu wollen und notfalls auch einen Rückzug aus China in Kauf zu nehmen. dpa

Gehaltszar prüft Manager-Boni

Washington - Rund 400 weitere amerikanische Firmen und Investmentbanken, die während der Finanzmarktkrise staatlich gestützt wurden, sollen sich einer Prüfung des Gehaltsbeauftragten der Regierung unterziehen. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, will „Gehaltszar“ Kenneth Feinberg ermitteln, ob die betroffenen Unternehmen in den Monaten zum Jahreswechsel 2008/09 Boni oder andere Kompensationen an ihre Topmanager gezahlt und damit „gegen das öffentliche Interesse“ gehandelt“ hätten. Entsprechende Aufforderungen werden demnach am heutigen Dienstag bei den Banken Goldman Sachs und J.P. Morgan Chase sowie 417 weiteren Unternehmen eingehen. Präsident Barack Obama hatte den Gehaltsbeauftragten als Konsequenz aus der Finanzkrise bestimmt. dpa

Reiche kaufen wieder

New York - Der amerikanische Edeljuwelier Tiffany & Co. scheint die schwere Zeit hinter sich gelassen zu haben. Im wichtigen Weihnachtsquartal kehrten die gut betuchten Kunden zurück. Vor allem in Europa und den asiatischen Staaten – mit Ausnahme Japans – legten die Verkäufe kräftig zu. Insgesamt wuchs der Umsatz binnen eines Jahres um 17 Prozent auf 981 Millionen Dollar. Unterm Strich blieben davon 140 Millionen Dollar als Gewinn hängen – viereinhalb mal mehr als noch vor einem Jahr. Im laufenden Jahr will Tiffany sein Geschäft um elf Prozent steigern. dpa

Wachleute bekommen Mindestlohn

Berlin - Die Gewerkschaft Verdi hat sich mit dem Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen auf einen Mindestlohn für die deutschlandweit rund 170 000 Beschäftigten der Branche geeinigt. Das erklärte Verdi am Montag. Insbesondere für die Sicherheitsdienstleister in den neuen Ländern führten die neuen Mindestentgelte zu Lohnerhöhungen um bis zu 33 Prozent. Nach den neuen Regelungen sollen ab dem 1. Januar 2013 mindestens 7,50 Euro die Stunde gezahlt werden. In Bayern und Baden-Württemberg steigen die Mindestlöhne sogar von acht auf 8,42 Euro, beziehungsweise von 8,46 auf 8,90 Euro. Verdi-Bundesvorstand Petra Gerstenkorn kündigte an, dass ihre Gewerkschaft beim Arbeitsministerium beantragen wolle, dass der Tarifvertrag als allgemeinverbindlich anerkannt werde. Tsp

Tchibo verkauft Solardächer

Hamburg - In den Filialen des Kaffeerösters Tchibo werden in den kommenden Wochen auch Solarstromanlagen angeboten. Vom heutigen Dienstag bis einschließlich 19. April könnten sich Kunden dort Beratungsgespräche mit dem Hersteller SiG Solar vermitteln lassen, teilte Tchibo am Montag mit. Deren Experten würden Fragen nach der Größe, den Kosten, der Rentabilität und der Finanzierung beantworten. Bei Vertragsabschluss erhielten alle Käufer, die sich von Tchibo vermitteln ließen, Sonderkonditionen. Dazu gehören eine zehnjährige Garantie des Herstellers sowie ein kostenloses Überwachungsgerät zur Ermittlung der Energieerträge. AFP

Steuereinnahmen sinken weiter

Berlin - Die Steuereinnahmen des deutschen Fiskus sinken trotz der jüngsten leichten Konjunkturerholung weiter. Im Februar sackten die Steuereinnahmen von Bund und Ländern – ohne die reinen Gemeindesteuern – um 2,8 Prozent ab, wie aus dem jüngsten Monatsbericht des Finanzministeriums hervorgeht. Damit ergibt sich für die ersten beiden Monate des laufenden Jahres ein Minus von 5,4 Prozent. Besonders heftig hatte im Februar der Bund unter dem Negativtrend zu leiden. Seine Steuereinnahmen fielen in diesem Monat um 10,6 Prozent. Ausgesprochen kräftig sackten im Februar die Lohnsteuern mit einer Rate von 13,6 Prozent ab, was sich aus dem Rückgang des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumens ergibt. Auch die Einnahmen aus der Körperschaftssteuer, die vor allem die großen deutschen Kapitalgesellschaften zahlen, verschlechterten sich erneut um rund eine halbe Milliarde Euro. rtr

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