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Deutsche Tüftler fallen zurück



Hamburg - China und die USA hängen deutsche Erfinder ab: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 47 859 Patente von heimischen Erfindern beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet und damit drei Prozent weniger als im Vorjahr, wie der „Spiegel“ aus einer Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft berichtete. Während die Zahl der Patentanmeldungen in Deutschland seit Jahren stagniere, holten andere Nationen rasant auf. So meldeten 2007 rund 160 000 chinesische Ingenieure weltweit ihre Patente an, 30 000 mehr als aus Deutschland. Noch vor zehn Jahren hatten die Deutschen China um das Sechsfache übertrumpft. dpa

Daimler ignorierte Korruption

Stuttgart - Der Daimler-Konzern hatte bereits im Jahr 2000 Hinweise auf Korruption im Unternehmen. Das berichtet der „Spiegel“. Sie seien aber ignoriert worden. Es habe Vertriebsmanager gegeben, die sich „gegen eine Kontrolle von Konten“ gewehrt hätten, über die „offenbar Schmiergeldzahlungen abgewickelt wurden“. Das Magazin beruft sich auf die Klageschrift der USA gegen Daimler. Danach habe der ehemalige Chef der internen Revision bereits im Mai 2000 gewarnt, mithilfe von „internen Fremdkonten“ unsaubere Zahlungen im Ausland zu leisten. Daimlers Revisionschef schlug vor, seine Abteilung solle diese Konten kontrollieren, „juristisch problematische Zahlungen identifizieren“ und unterbinden. Dem habe sich die Vertriebsabteilung aber widersetzt. Das US-Justizministerium hat Daimler wegen Korruption in mindestens 22 Ländern angeklagt. dpa

Mittelstand schlägt sich wacker

Stuttgart - Der deutsche Mittelstand ist nach einer Umfrage ohne große Blessuren aus der Wirtschaftskrise herausgekommen. Geschäftslage und Konjunkturerwartung haben sich zu Jahresbeginn deutlich verbessert. Die Zufriedenheit mit der Standortpolitik der Bundesregierung liege sogar auf Rekordniveau, heißt es im jüngsten Mittelstandsbarometer der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young, das am Samstag in Stuttgart veröffentlicht wurde. dpa

Bayern will gegen Kärnten klagen

München - Angesichts des Milliardendebakels mit der österreichischen Bank Hypo Group Alpe Adria prüfen BayernLB und Staatsregierung eine Klage gegen die einstigen Verkäufer der Bank. Darunter ist das österreichische Bundesland Kärnten. „Wenn das Geschäft auf Lug und Trug aufgebaut gewesen sein sollte, wird man Schadensersatz geltend machen“, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. Eine Anwaltskanzlei habe den Auftrag, Ansprüche zu prüfen. dpa

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