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EU-Bürger shoppen kaum im Ausland



Brüssel - Der grenzüberschreitende Handel in der Europäischen Union entwickelt sich nur schleppend. Nicht einmal jeder dritte EU-Bürger hat im vergangenen Jahr Einkäufe jenseits der Grenze in einem anderen Land der Union getätigt. Und gerade mal acht Prozent der Konsumenten nutzten das Internet für solche Käufe. Das belegt eine Studie der EU- Kommission, die dem „Handelsblatt“ vorliegt. „Die Situation ist sehr unbefriedigend“, sagte John Dalli, Kommissar für Verbraucher- und Gesundheitspolitik in der EU. „Es gibt eine Reihe von Hemmschwellen, auch psychologische, die wir abbauen müssen.“ HB

Gazprom hat Großbritannien im Blick Moskau - Der russische Gaskonzern Gazprom will einem Zeitungsbericht zufolge mit einer milliardenschweren Investition den britischen Energiesektor aufmischen. Die „Sunday Times“ berichtete, dass der russische Staatskonzern in dieser Woche eine Milliarde Pfund für 800 Tankstellen und eine Ölraffinerie von Total bieten wolle. Mit der Übernahme wolle Gazprom zu einem der größten Kraftstofflieferanten des Königreichs aufsteigen. Gazprom wolle das Gebot über seine Tochtergesellschaft Gazprom Neft abgeben, schreibt das Blatt weiter. Ein Einstieg der Russen in das britische Ölgeschäft dürfte die Regierung des Inselstaats beunruhigen. Der französische Ölkonzern Total soll die Investmentbank JP Morgan damit beauftragt haben, einen Käufer für sein britisches Geschäft zu finden. rtr

Fiat will größeren Chrysler-Anteil

Turin - Der italienische Autokonzern Fiat will seinen Anteil am US-Konkurrenten Chrysler ausbauen. Man rechne damit, die Beteiligung innerhalb von zwei Jahren auf 35 Prozent zu erhöhen, sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne. Im vergangenen Jahr hatten die Italiener, die Marken wie Lancia, Alfa Romeo und Fiat produzieren, 20 Prozent an dem US-Konzern übernommen. „Es gibt drei Schritte in Höhe von fünf Prozent. Wir steigern den Anteil dieses Jahr um fünf Prozent, mit der Markteinführung des Fiat 500 in den USA“, kündigte Marchionne an, der auch Chef von Chrysler ist. Am 21. April will Marchionne einen mit Spannung erwarteten Plan zur strategischen Zukunft des Unternehmens veröffentlichen. rtr

Noch mehr US-Banken pleite

New York - Die Bankpleiten in den USA steuern auf einen Rekord zu. Die Einlagensicherung FDIC hat Ende vergangener Woche vier weitere Regionalinstitute geschlossen. Als Letztes ging der Desert Hills Bank aus Phoenix (Arizona) das Geld aus. Nach knapp drei Monaten ist die Gesamtzahl der Bankpleiten in diesem Jahr auf 40 gestiegen. Im gesamten Jahr 2009 waren 140 Institute in den Wirren der Finanzkrise untergegangen. Die kleinen und mittelgroßen Banken in den USA sind die Verlierer der Krise. Viele ihrer privaten Schuldner sind arbeitslos geworden und können ihre Raten nicht mehr zahlen. Firmenkunden gingen bankrott. Die großen Institute – mit Ausnahme von Lehman Brothers – hatte die Regierung mit Steuergeld gestützt. dpa

Zweifel an Verkauf von MGM-Studio New York - Das Hollywood-Studio Metro-Goldwyn-Mayer will sich möglicherweise doch nicht zum Verkauf stellen. Die eingegangenen Gebote hätten die Erwartungen nicht erfüllt, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Agentur Reuters. Gläubiger und Vorstand des hoch verschuldeten Unternehmens würden daher kommende Woche über einen Plan für das eigenständige Überleben des Studios verhandeln. rtr

Swatch findet Bulgari interessant

Frankfurt am Main - Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch signalisiert Interesse am italienischen Bulgari-Konzern. „Ich verhehle nicht, dass es interessante große Marken gibt, die Entwicklungspotenzial haben“, sagte Swatch-Chef Nick Hayek dem „Focus“. Bulgari sei „ein Beispiel“. Einen Angebotskampf lehnt er aber ab. „Wir sind keine Firma, die Übernahmeschlachten betreibt.“ dpa

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